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Jeder Vierte hat Migrationshintergrund

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Statistisches Bundesamt - Jeder Vierte hat Migrationshintergrund

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Ob zugewandert oder in Deutschland geboren: Mehr als 20 Millionen Menschen hierzulande haben einen Migrationshintergrund. Laut Statistischem Bundesamt also etwa jeder Vierte.

Passanten auf der Einkaufsmeile Königsallee in Düsseldorf, aufgenommen am 27.12.2017
Passanten auf der Einkaufsmeile Königsallee in Düsseldorf (Archivfoto)
Quelle: dpa

Im Jahr 2018 hatte jede vierte Person in Deutschland einen Migrationshintergrund. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte, waren das rund 20,8 Millionen Menschen und damit 2,5 Prozent mehr als 2017. Laut Definition hat eine Person einen Migrationshintergrund, wenn sie selbst oder mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurde.

Wie es weiter hieß, waren im Jahr 2018 rund 52 Prozent der Bevölkerung mit Migrationshintergrund Deutsche und knapp 48 Prozent Ausländer. Mit 5,5 Millionen besaß demnach etwa die Hälfte der 10,9 Millionen Deutschen mit Migrationshintergrund die deutsche Staatsangehörigkeit seit ihrer Geburt.

Rund 13,5 Millionen der in Deutschland lebenden Menschen mit Migrationshintergrund waren nicht hierzulande geboren, sondern sind im Laufe ihres Lebens zugewandert. Als wichtigstes Migrationsmotiv nannten die Zugewanderten familiäre Gründe (48 Prozent), bei weiteren 19 Prozent war es die Aufnahme beziehungsweise Suche nach einer Beschäftigung in Deutschland. Für 15 Prozent der Zugewanderten stellten Flucht und Asyl das Hauptmotiv dar; fünf Prozent gaben an, zum Studieren beziehungsweise wegen einer Aus- oder Weiterbildung nach Deutschland gekommen zu sein.

Infografik: Migrationshintergrund in Deutschland
Infografik: Migrationshintergrund in Deutschland

Mikrozensus als Basis

Zuwanderer, die angaben, aus familiären Gründen nach Deutschland gereist zu sein, kamen der Statistik zufolge hauptsächlich aus Europa (72 Prozent). Das traf ebenso auf diejenigen zu, die wegen der Aufnahme beziehungsweise Suche nach einer Beschäftigung nach Deutschland kamen (85 Prozent). Hingegen kamen Zuwanderer, die Flucht und Asyl als Hauptmotiv für die Migration angaben, hauptsächlich aus dem Nahen Osten (47 Prozent). Diejenigen, die für ein Studium oder eine Aus- und Weiterbildung nach Deutschland eingereist sind, kamen zu 40 Prozent aus Europa und zu 38 Prozent aus Asien.

Basis für die Angaben ist der sogenannte Mikrozensus, eine Stichprobenerhebung, bei der jährlich rund ein Prozent der Bevölkerung in Deutschland befragt wird. Um aus den erhobenen Daten Aussagen über die Gesamtbevölkerung treffen zu können, werden diese Daten hochgerechnet.

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