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Leiden und Sterben im Jemen - Die Härte des Krieges ist weit weg

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Ein Krieg, den kaum einer versteht, und der nun schon vier Jahre dauert. Leiden, Hunger und Sterben haben in dem Land ein kaum vorstellbares Ausmaß erreicht. Die Welt schaut weg.

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Es ist ein Leiden und Sterben fernab des internationalen politischen Interesses. 20 Millionen Menschen im Jemen sind vom Hungertod bedroht - vor allem Kinder: Nach neuesten Zahlen von UNICEF stirbt in dem Land alle zehn Minuten ein Kind. Es müsse dringend Zusatznahrung in den Jemen gebracht werden - mehr als 400.000 Kinder seien so schwach und krank, dass sie eigentlich in die Notaufnahme gehörten, sagte Christian Schneider von Unicef Deutschland.

Der Jemen wird ausgehungert

Karte: Jemen - Saudi-Arabien
Quelle: ZDF

Schon immer war der Jemen das Armenhaus der arabischen Halbinsel, ein durch zahlreiche Kriege geschundenes Land. Aktuell blockiert Saudi-Arabien die Seewege. Nahrungsmittel und Medikamente gelangen so nicht mehr ins Land. Der Jemen-Krieg werde mit einer schrecklichen Waffe geführt - dem gezielten Aushungern, kritisiert Jemen-Experte Jens Heibach vom GIGA-Institut in Hamburg.

Der Krieg im Jemen dauert seit vier Jahren - auf der einen Seite die Regierung, auf der anderen die Huthi-Rebellen. Saudi-Arabien unterstützt die Regierung - die Rebellen erhalten Hilfe vom Iran. "Die zentralen Spieler in diesem Konflikt sind Saudi-Arabien, die Vereinigte Arabische Emirate und die USA, ohne die dieser Krieg nicht aufrecht zu erhalten wäre", so Helbach.

Die Härte des Krieges ist weit weg

Doch warum hat die Welt so lange weggesehen? Auch Europa, auch Deutschland. Journalisten kommen nicht ins Land und: Aus dem Jemen kommen keine Flüchtlinge zu uns. "Wir haben keine Menschen hier in Deutschland, aber auch nicht in Europa, die uns die Härte dieses Krieges nahebringen könnten", sagt Christian Schneider von Unicef. "Gleichzeitig ist die Situation im Jemen für viele Menschen und Entscheidungsträger kaum mehr nachzuvollziehen."

Der Krieg im Jemen hat für ein Waffenembargo gegen Saudi-Arabien nicht ausgereicht. Waffenlieferungen, auch aus Deutschland, wurden erst nach dem Mord an dem regimekritischen saudischen Journalisten Khashoggi eingestellt.

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