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Jugendklimagipfel der UN - Die Jungen sollen es richten

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Im Schatten des großen UN-Sondergipfels zum Klimawandel debattieren in New York ab Samstag junge Aktivisten auf einer eigenen UN-Konferenz. Werden sie Gehör finden?

Archiv: Umweltaktivistin Greta Thunberg, nimmt am 30.08.2019 in New York (USA) an einem Jugendklimasdemonstration vor der Vereinten Nationen teil.
Klimademonstration von Jugendlichen vor dem Gebäude der Vereinten Nationen mit Greta Thunberg (Archivfoto)
Quelle: AP

Mehr als 600 Jugendliche werden am Jugendklimagipfel der Vereinten Nationen in New York dabei sein. Und anstatt Worten sollen Taten im Vordergrund stehen. Jugendliche aus aller Welt können sich in Podiumsdiskussionen mit ihren Vorschlägen zum Klimaschutz einbringen. Bei einem Gründerwettbewerb werden klimafreundliche Geschäftsmodelle vorgestellt. Die Finalisten präsentieren ihre Ideen dann Wirtschaftsgrößen wie Google, Microsoft oder Nike.

Und Jugendliche, die nicht nach New York kommen können, werden von den Vereinten Nationen ermutigt, an der Kampagne "My Future, Our Planet" - "Meine Zukunft, unser Planet" - teilzunehmen. Mit Selfies über Twitter oder Instagram unter dem Hashtag #ClimateActionSummit können sie mitteilen, welche Maßnahmen sie ergreifen, um den Klimawandel zu bekämpfen. Und: Sie sollen die Regierungen in ihren Heimatländern zum Handeln in der Klimakrise auffordern.

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Streiten mit den Staatschefs

Die Konferenz bietet auch Workshops und Diskussionsrunden mit Staats- und Regierungschefs. Dabei sind die Präsidentin der Marshallinseln Hilda Heine und Kenias Präsident Uhuru Kenyatta. Andere hochrangige Staatschefs wie Kanzlerin Angela Merkel reisen erst Sonntag in die USA. "Der Klimawandel schreitet schneller voran als wir es tun", sagte der UN-Generalsekretär António Guterres vor dem Gipfel letztes Jahr. Die Stimmen der jugendlichen Aktivisten sollen den Politiker in diesem Jahr Druck machen, das Tempo zu erhöhen.

Nach den ernüchternden Erfahrungen um das Pariser Klimaabkommen von 2015, hat Guterres seine Strategie deutlich geändert. Adressaten seiner Appelle und der beiden kommenden Klimagipfel sind nicht mehr ausschließlich die Staats - und Regierungschefs. Es sind die Menschen, die Bevölkerung, die Wähler.

Druck in den Heimatländern aufbauen

In António Guterres haben die Jugendlichen einen mächtigen Fürsprecher in der Klimaschutzdebatte gefunden. Auf einer Pressekonferenz am Mittwoch sagte er: "Die Jugend hat ausgezeichnete Führungsqualitäten gezeigt. Und ich hoffe dass diese Qualitäten einen sehr starken Einfluss auf die Gesellschaft, auf ihre Familien und auf ihre Regierungen und Nationen haben werden." Er sieht sich als Teil einer Generation, die versagt hat und vertraut stattdessen auf die nächsten Generationen. Auf die, die vom Klimawandel besonders betroffen sein werden.

Als früherer Premierminister von Portugal weiß er, dass Regierungen früher oder später immer der öffentlichen Meinung folgen werden. Also sieht er seine Hauptaufgabe darin, die Menschen aufzuklären und dann darauf zu vertrauen, dass sie ihre politischen Systeme zum Handeln bringen werden.

Greta als Vorbild

Es ist dieselbe Strategie, die Greta Thunberg bei ihrer USA Reise verfolgt: "Ich würde meine Zeit nicht mit einem Treffen mit Donald Trump verschwenden", so Thunberg Mitte August auf die Frage, was sie Trump bei einem Treffen sagen würde. Stattdessen wolle sie versuchen, die Bevölkerung zu überzeugen, mehr Druck auf den US-Präsidenten auszuüben.

Greta wird eine der Rednerinnen bei der Eröffnungszeremonie mit dem UN-Generalsekretär sein. Sie kam für den Jugendklimagipfel per Segelschiff in New York an. Weitere hundert Teilnehmer konnten sich für klimaneutrale Anreisetickets zum Jugendklimagipfel bewerben, die durch die Vereinten Nationen ausgegeben und finanziert wurden. Nach dem Willen der deutschen Jugendgipfel-Delegierten Theresa Reß soll das Abschlussdokument der Jugendlichen auch beim eigentlichen UN-Sondergipfel kommende Woche Resonanz finden.

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