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Kämpfe im Nordwesten Syriens - Maas fordert Waffenruhe in Idlib

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Die Angriffe im Nordwesten Syriens gehen weiter. Zehntausende Menschen sind auf der Flucht. Außenminister Maas nennt die Lage katastrophal.

Kriegszerstörungen in der Provinz Idlib.
Kriegszerstörungen in der Provinz Idlib.
Quelle: Anas Alkharboutli/dpa/Archivbild vom 19.12.2019

Außenminister Heiko Maas hat zu einer sofortigen Waffenruhe in der umkämpften Rebellenhochburg Idlib im Nordwesten Syriens aufgerufen. "Die humanitäre Situation in Idlib ist ohnehin schon katastrophal und verschärft sich durch die Kämpfe immer weiter", sagte der SPD-Politiker den Funke-Zeitungen. "Zehntausende sind auf der Flucht, unter schwersten Bedingungen, mitten im Winter."

Deutschland gibt sieben Millionen Euro für Hilfe

Allerdings könnten die zwei Millionen Menschen, die dort akut auf humanitäre Hilfe angewiesen seien, nicht auf eine politische Lösung warten, erklärte Maas. Deshalb stelle Deutschland weitere sieben Millionen Euro für ein UN-Programm für grenzüberschreitende humanitäre Hilfe für Syrien bereit.

Eine Verlängerung des Hilfsprogramms über den 10. Januar 2020 hinaus scheiterte kürzlich am Veto von Russland und China im UN-Sicherheitsrat. Deutschland ist laut Funke-Mediengruppe mit knapp 27 Millionen Euro im laufenden Jahr neben Großbritannien größter Einzahler in das Programm. Maas rief zur Verlängerung der Resolution auf, nur so sei lebensnotwendige Hilfe weiterhin zu leisten.

Assad will Rebellengebiet zurückerobern

Durch die massiven Luftangriffe im Nordwesten Syriens sind nach UN-Angaben mehr als 235.000 Menschen zur Flucht gezwungen worden. Die Menschen seien vor allem südlich der Stadt Idlib vertrieben worden. Seit Anfang Dezember haben Syrien und Russland ihre Luftangriffe auf die Rebellengebiete in Idlib massiv verstärkt. Idlib sowie Teile der angrenzenden Provinzen Hama, Aleppo und Latakia werden von dem früheren Al-Kaida-Ableger HTS und anderen islamistischen Milizen kontrolliert. Der syrische Machthaber Baschar al-Assad ist entschlossen, die Region wieder unter seine Kontrolle zu bringen.

Karte: Syrien - Idlib - Damaskus
Idlib liegt im Nordwesten Syriens.
Quelle: ZDF

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte angesichts der schweren Angriffe vor einer neuen Migrationswelle in Richtung Europa gewarnt. Die Militäroperation gegen Rebellen in der Provinz Idlib hatte bereits im April begonnen.

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