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Kampf gegen das Rauchen - Preiserhöhungen für Zigaretten gefordert

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Rauchen verursacht hohe volkswirtschaftliche Kosten, etwa für die Behandlung von rauchbedingten Krankheiten. Experten fordern nun eine Preiserhöhung, um das Problem einzudämmen.

Ein Mann raucht eine Zigarette.
Ein Mann raucht eine Zigarette.
Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa/Archivbild

Spürbare Preiserhöhungen für Zigaretten sollen nach Ansicht einer Expertin des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) das Rauchen eindämmen. Höhere Preise hätten vor allem auf Jugendliche abschreckende Wirkung. Ziel müsse ein rauchfreies Deutschland bis 2040 sein.

Tabaksteuererhöhungen seien die wirksamste Maßnahme gegen das Rauchen. "Das Rauchen ist der bedeutsamste, aber vermeidbare Risikofaktor für nicht übertragbare Krankheiten wie Krebs, Herz-Kreislauf- und Lungenerkrankungen", sagte Ute Mons vom DKFZ.

Rauchen kostet Volkswirtschaft fast 100 Milliarden Euro

Nach Berechnungen von Tobias Effertz von der Universität Hamburg sind die volkswirtschaftlichen Kosten des Qualmens von knapp 80 Milliarden Euro im Jahr 2008 auf 97,2 Milliarden Euro 2018 gestiegen. Darin enthalten sind etwa Kosten für die Behandlung von rauchbedingten Krankheiten, für Pflege und Reha, Arbeitsunfähigkeit und Frühverrentung. Würde diese Summe in den Kaufpreis eingerechnet, würde eine Packung Glimmstängel bei um die 14 Euro liegen. Effertz möchte eine 30-prozentige Tabaksteuererhöhung wegen der Schockwirkung in einem Rutsch.

Überdies müssten die älteren Raucher in den Blick genommen werden: Auch nach langen Raucherkarrieren führe ein Rauchstopp zu deutlichen Gesundheitsverbesserungen und damit zu sinkenden Kosten.

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