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Düstere UN-Prognose - Kampf gegen Hunger im Jemen geht verloren

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Seit Jahren herrscht Krieg im Jemen - darunter leidet die Bevölkerung massiv. Millionen leiden Hunger, Besserung ist nicht in Sicht. Im Gegenteil, warnt die UN.

Mark Lowcock entwirft ein düsteres Szenario. Archivbild
Mark Lowcock entwirft ein düsteres Szenario. Archivbild
Quelle: Un Photo/Loey Felipe/SC Chamber/dpa

Im kriegsgeplagten Jemen droht der Kampf gegen eine schwere Hungersnot nach UN-Angaben verloren zu gehen. Schon jetzt leide das Land unter der schlimmsten humanitären Krise der Welt, warnte der Nothilfekoordinator der Vereinten Nationen, Mark Lowcock, vor dem Sicherheitsrat in New York.

75 Prozent der 29 Millionen Einwohner im Jemen seien auf Hilfe angewiesen. In den vergangenen Wochen habe sich die Lage "in alarmierender Weise verschlimmert". Die Situation sei "düster", sagte Lowcock.

Archiv: Kinder warten am 13.04.2017 in Sanaa, im Jemen auf die Essensausgabe. 8.4 Millionen Menschen sind im Land vom Hunger bedroht.
Kinder warten auf Essensausgabe im Jemen
Quelle: ap

Konkret bedrohten zwei jüngste Entwicklungen die Hilfsaktionen für das Bürgerkriegsland: ein gravierender Wirtschaftseinbruch, in dessen Folge der Wert der jemenitischen Währung um rund 30 Prozent gesunken sei - und verstärkte Kämpfe um die strategisch wichtige Hafenstadt Hudaida, sagte Lowcock.

Der aktuelle Krieg im Jemen entzündete sich 2014 an der Einnahme der Hauptstadt Sanaa durch die schiitischen Huthi-Rebellen. Dabei wurde damals die international anerkannte Regierung verdrängt. Seit 2015 bekämpft eine von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition die Huthis, die wiederum vom Iran unterstützt werden. Mehr als 10.000 Menschen sind in dem Krieg bereits umgekommen, rund zwei Millionen wurden vertrieben.

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