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Stiftung gegen Klimawandel - Mitarbeiter sehen Bezos-Spende kritisch

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Für Amazon-Gründer Jeff Bezos gilt der Klimawandel als eine der größten Herausforderungen des Planeten. Nun will er rund 9,2 Milliarden Euro spenden - und erntet dennoch Kritik.

Jeff Bezos spricht im Economic Club of Washington. Archivbild
Jeff Bezos spricht im Economic Club of Washington. Archivbild
Quelle: Cliff Owen/AP/dpa

Der Gründer und Chef des Internetkonzerns Amazon, Jeff Bezos, will umgerechnet rund 9,2 Milliarden Euro für die Bekämpfung des Klimawandels spenden. Das schrieb Bezos, der laut Rangliste des "Forbes"-Magazins der reichste Mann der Welt ist, auf seinem Instagram-Konto.

Kampf gegen Klimawandel finanziell unterstützen

"Der Klimawandel ist die größte Bedrohung für unseren Planeten", mahnte Bezos dort. Dagegen müssten große und kleine Unternehmen, Staaten, internationale Organisationen und Einzelpersonen gemeinsam angehen, so Bezos. Er gründe daher den "Bezos Earth Fund", mit dem Wissenschaftler, Aktivisten, Nichtregierungsorganisationen und andere Gruppen beim Kampf gegen den Klimawandel finanziell unterstützt werden sollten.

Erste Fördergelder sollten ab dem Sommer fließen. Bezos schrieb dazu: "Wir können die Erde retten." Dafür müssten große und kleine Firmen, Staaten, internationale Organisationen und Einzelpersonen zusammenarbeiten. Die Erde sei die eine Sache, die wir alle gemeinsam hätten - "lasst sie uns gemeinsam schützen".

Mitarbeiter sehen Bezos' Spende kritisch

Zwar sei Bezos' Großzügigkeit lobenswert, schrieb eine Gruppe von 397 Amazon-Mitarbeitern für Klimagerechtigkeit in einem Blogeintrag, doch müsse das Unternehmen zunächst selbst umweltfreundlicher werden.

"Wann wird Amazon aufhören, Öl- und Gasunternehmen bei der Zerstörung der Erde mit noch mehr Öl- und Gasbohrlöchern zu helfen?", fragten die Mitarbeiter weiter. Amazon müsse aufhören, den Klimawandel leugnende Thinktanks zu finanzieren, und es müsse seine Lkws von Diesel auf Elektromotoren umstellen.

Zudem fordern sie von dem Unternehmensgründer eine Vorreiterrolle beim Klimaschutz. "Wie die Geschichte uns lehrt, erheben sich wahre Visionäre gegen etablierte Systeme, auch wenn es sie selbst teuer zu stehen kommt", so die Mitarbeiter.

Bezos will Klimaeutralität bis 2040

Vergangenes Jahr hatte Bezos in Aussicht gestellt, im Amazon-Geschäft bis 2040 CO2-Neutralität zu erzielen. Allerdings dürfte die Begrenzung klimaschädlicher Gase für den Konzern eine Herausforderung darstellen. Schließlich stellt Amazon seinen Kunden jährlich zehn Milliarden Artikel zu, unterhält dafür weitläufige Liefernetze und betreibt riesige Datenzentren.

Vor dem Amazon-Chef hatten bereits andere US-Milliardäre wie Microsoft-Gründer Bill Gates Umweltstiftungen gegründet. Zuletzt waren auch aus der Amazon-Belegschaft verstärkt Forderungen an das Management laut geworden, sich im Kampf gegen den Klimawandel zu engagieren.

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