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Kampf gegen IS im Irak - Armee startet Offensive auf Altstadt von Mossul

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Die Offensive auf die Altstadt von Mossul hat begonnen. Von Luftangriffen unterstützt, rückte die irakische Armee in das dicht besiedelte Viertel vor. Der Einsatz ist heikel: Die UN befürchtet, dass die Terrormiliz IS mehr als 100.000 Zivilisten als "menschliche Schutzschilde" missbraucht.

Drei Jahre lang war der Lehrplan der Bayarik-Schule in Mossul bestimmt von den Vorstellungen des sogenannten IS. Kinder wurden Kindersoldaten. Nun liegt die Schule im befreiten Teil Mossuls. Die Lehrer versuchen, die Kinder von den IS-Ideologien zu lösen.

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An dem Einsatz seien neben den Streitkräften auch Anti-Terror-Einheiten und die Bundespolizei beteiligt, erklärte Armeekommandeur Abdulamir Jarallah. "Die ersten Luftangriffe haben gegen Mitternacht begonnen", sagte ein Offizier des Einsatzkommandos. "Die Sicherheitskräfte haben im Morgengrauen damit begonnen, Teile der Altstadt zu stürmen", sagte er. Es waren Schüsse aus Maschinengewehren zu hören, Rauch stieg über der Altstadt auf.

Altstadt entscheidend für Rückeroberung

Die Rückeroberung der dicht besiedelten Altstadt aus den Händen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gilt wegen der Enge des Viertels und der vielen dort festsitzenden Zivilisten als besonders schwierig. Die Einnahme der Altstadt ist aber entscheidend für die Regierungstruppen bei der Rückeroberung der gesamten Stadt.

Mossul ist die zweitgrößte Stadt im Irak. Der IS hatte die Metropole 2014 überrannt. In den von ihm eroberten Gebieten im Irak und Syrien riefen die Dschihadisten ein "Kalifat" aus.

Die irakischen Truppen hatten im Oktober mit der Rückeroberung von Mossul begonnen. Unterstützt werden sie von der US-geführten Anti-IS-Koalition. Der Ostteil der Stadt wurde im Januar zurückerobert, einen Monat später folgte der Einsatz im Westteil der Stadt.

"Menschliche Schutzschilde"

Seit die Rückeroberung begonnen hat, wurden etwa 862.000 Menschen aus Mossul vertrieben oder sind geflohen. Rund 195.000 von ihnen sind seitdem jedoch wieder zurückgekehrt, vor allem in den befreiten Ostteil der Stadt. Nach Schätzungen der UNO hält der IS noch mehr als 100.000 Zivilisten in Mossul fest. Die Menschen würden "überwiegend" als "menschliche Schutzschilde" in der historischen Altstadt missbraucht.

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