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Er tötete seine Besitzer - Kampfhund Chico eingeschläfert

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Zwei Menschen hatte Kampfhund Chico totgebissen. Nun ist der Mischling eingeschläfert worden. Zehntausende hatten gefordert, er solle am Leben bleiben.

Staffordshire-Terrier-Mischling "Chico"
Er tötete seine Besitzer: Nun ist Kampfhund Chico eingeschläfert worden.
Quelle: dpa

Fast 300.000 Menschen hatten in einer Online-Petition gefordert: "Lasst Chico leben!" Ohne Erfolg. "Unter Betrachtung der Gesamtsituation" ist der Staffordshire-Terrier-Mischling eingeschläfert worden, teilte die Verwaltung in Hannover nun mit.

Der Stadt zufolge fiel die Entscheidung der Veterinärbehörde in Absprache mit der Tierärztlichen Hochschule Hannover, dem Tierschutzverein und dem Landesministerium für Landwirtschaft. Zum einen habe eine Rolle gespielt, dass zwei Eckzähne des Hundes gelöst beziehungsweise herausgebrochen seien. Eine Behandlung hätte wegen der Aggressivität des Tieres stets nur unter Vollnarkose erfolgen können. Zum anderen seien Menschen als "Sozialpartner" wegen der "gesteigerten Aggressivität" des Hundes nicht mehr in Frage gekommen. Da Chico an andere Hunde nicht gewöhnt sei, hätte er isoliert gehalten werden müssen.

Chico hatte vor knapp zwei Wochen seine Besitzer - eine Mutter und ihr Sohn - in deren Wohnung totgebissen. Der Hund wurde danach vor Ort von Feuerwehrleuten eingefangen und anschließend in einem Tierheim untergebracht.

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"Chico verdient eine zweite Chance"

Das Schicksal des Hundes hatte bundesweit für Diskussionen ausgelöst. "Chico verdient eine 2. Chance bei einer hundeerfahrenden Person", schrieb eine Unterzeichnerin der Online-Petition an die Stadt Hannover. "Bitte helfen Sie ihm dabei, endlich artgerecht und liebevoll sein Leben zu genießen!"

Experten wie Hundetrainerin Julia Dittmers sahen dagegen keine Alternative zur Einschläferung. "Dieser Hund hat zwei Menschen getötet, darüber würde ich nicht weiter diskutieren", sagte die Vorsitzende des Bundesverbands zertifizierter Hundetrainer im ZDF morgenmagazin. Es sei nicht geklärt, warum Chico seine Besitzer totgebissen habe. Und: Es könne sich wiederholen.

Schon früh Hinweise auf Aggressivität

Wegen Versäumnissen im Umgang mit dem gefährlichen Hund war die Stadt unter Druck geraten. 2011 bereits hatte das Veterinäramt Hinweise auf eine gesteigerte Aggressivität des Hundes und eine mangelnde Eignung des Halters erhalten, hatte der Ordnungsdezernent einräumen müssen. Die Behörde griff aber nicht durch.

Deswegen ermittelt die Staatsanwaltschaft Hannover inzwischen wegen fahrlässiger Tötung gegen unbekannt. Geprüft wird, ob vor sieben Jahren jemand einen strafrechtlich relevanten Fehler gemacht hat. Möglicherweise hat auch die schmerzhafte Kiefererkrankung die Attacke des Hundes ausgelöst. Parallel prüft die Stadt arbeitsrechtliche Konsequenzen für beteiligte Mitarbeiter.

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