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Kampftruppen in Syrien - Kramp-Karrenbauer will UN-Einsatz

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Nicht nur in der Opposition ist die Empörung über Kramp-Karrenbauers Syrien-Vorstoß groß. Auch der Koalitionspartner SPD ist alles andere als überzeugt.

Annegret Kramp-Karrenbauer im Bundeskabinett.
Annegret Kramp-Karrenbauer im Bundeskabinett.
Quelle: Kay Nietfeld/dpa

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer will die von ihr vorgeschlagene Sicherheitszone in Nordsyrien von einer UN-Truppe schützen lassen - auch mit Kampftruppen.

Bei der Vorstellung ihres umstrittenen Plans vor dem Verteidigungsausschuss sagte die CDU-Vorsitzende nach Angaben von Teilnehmern, dass es für den Einsatz ein Mandat der Vereinten Nationen geben müsse. Inwieweit die Bundeswehr sich daran beteiligen könnte, ließ sie demnach aber offen.

Die Opposition und auch der Koalitionspartner SPD kritisierten die Pläne als unausgegoren. Es stehe nach wie vor "eine Unzahl von Fragen im Raum", sagte der SPD-Verteidigungsexperte Fritz Felgentreu. Die FDP warf Kramp-Karrenbauer "Dilettantismus" vor, die Linke sprach von einer "Totgeburt". Kramp-Karrenbauer hatte am Montag überraschend eine Sicherheitszone in Nordsyrien im Grenzgebiet zur Türkei vorgeschlagen, die bis zu 450 Kilometer lang und 30 Kilometer breit sein könnte. Die Aufgaben der UN-Mission soll nach ihren Vorstellungen die Trennung der Konfliktparteien, die Überwachung einer Waffenruhe sowie die Erstellung von Lagebildern sein.

Kristina Hofmann, Redakteurin im ZDF-Hauptstadtstudio, kommentiert das Vorgehen von Annegret Kramp-Karrenbauer:

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer. Archivbild
Kommentar

Kommentar zu Kramp-Karrenbauer - Hallo Heiko! LG Annegret 

Ministerin Kramp-Karrenbauer schlägt eine Sicherheitszone in Nordsyrien vor. Ohne die Koalitionspartner, ohne die Bündnispartner zu informieren. Das ist genial - oder daneben.

von Kristina Hofmann, Berlin
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