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Empörung über Sklaverei-Aussage - Kanye West: "Da hätte es eine Wahl gegeben"

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Kanye West ist überzeugt: Seine Vorfahren hätten die Wahl gehabt und sich gegen die Sklaverei zur Wehr setzen können. Rapperkollegen kritisieren seine Geschichtsauslegung.

Archiv: Kanye West am 26.07.2015 in Toronto
Mann großer Sprüche: Kanye West

Sein Ruf eilt ihm voraus. Kanye West wird in den USA für seine Musik nach wie vor geschätzt, für seine mehr als augenscheinliche Arroganz aber belächelt oder gescholten. In einem Interview mit dem Unterhaltungssender TMZ am Dienstag ist er nun jedoch für viele Amerikaner einen Schritt zu weit gegangen.

"Nicht nur Rapper oder Schwarzer"

Typisch Kanye, spricht er vor laufender Kamera davon, dass er nicht nur ein Rapper, Künstler oder ein Schwarzer sei, sondern die Welt repräsentiere. Deshalb frage er sich, wie das mit 400 Jahren Sklaverei denkbar gewesen sei? Da hätte es doch eine Wahl gegeben. Im Interview mit dem Radiomoderator Charlamagne schlug der Rapper in eine ähnliche Kerbe: "Als ich die 20-Dollarnote mit Harriet Tubman (Anm.: Aktivistin gegen Sklaverei, Fluchthelferin) gesehen habe, wollte ich plötzlich Bitcoin verwenden. Dasselbe mit den Filmen über Sklaverei. Warum müsst ihr uns die ganze Zeit an Sklaverei erinnern? Warum ist nicht Michael Jordan auf der 20-Dollarnote?"

In einem Tweet ruderte Kanye West dann etwas zurück, blieb jedoch bei seinem Hauptargument, dass Schwarze in den USA in der Überzahl gewesen wären, aber "mental versklavt" wurden und deshalb nicht fähig gewesen wären, sich davon zu befreien. Nun würde er für seine "neuen Ideen" attackiert werden, beschwerte er sich.

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"Ignorante Bemerkungen"

Der Rapper Will.i.am kritisierte West für seine "ignoranten Bemerkungen" und thematisierte bei "Good Morning Britain", warum diese so problematisch seien: "Die Großmutter meiner Großmutter wurde versklavt. Wenn du ein Sklave bist, bist du Besitztum. Du suchst dir nicht aus, ob du besessen wirst. Als Sklave hast du keinen Zugang zu Bildung. Das ist keine Wahl, das ist Gewalt."

Die Menschenrechtsorganisation NAACP (National Association for the Advancement of Colored People) schlug West vor doch einen Blick in die Geschichtsbücher zu werfen und sich über den Kampf gegen Sklaverei zu informieren. Im selben Interview mit TMZ gibt West übrigens auch Einblick, warum er zum Fan von Donald Trump wurde: "Ich fühle mich frei, wenn ich etwas tue, von dem dir jeder abrät." Zuletzt hatte er sich etwa mit einem "Make America Great Again"-Baseballcap ablichten lassen.

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"Deine Stimme ist zu laut"

Dass seine Worte Konsequenzen haben, versucht ihm danach ein Mitarbeiter von TMZ lautstark klar zu machen: "Du musst Verantwortung übernehmen, deine Stimme ist zu laut." Das sehen auch mehrere von West’ Kollegen aus der Musikindustrie so: Rihanna, Katy Perry, Nicki Minaj und Kendrick Lamar sind ihm nach seinem Loblied auf Trump vergangene Woche auf Twitter entfolgt.

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