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Skepsis bei Gesundheits-Apps

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Kassenärzte zurückhaltend - Skepsis bei Gesundheits-Apps

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Die Politik will bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen aufs Tempo drücken. Kassenärzte sehen das mit Zurückhaltung.

Gesundheits-Apps kommen bald auf Rezept. Archivbild
Gesundheits-Apps kommen bald auf Rezept.
Quelle: Michael Kappeler/dpa

Die Kassenärzte erwarten zunächst eine begrenzte Nachfrage nach neuen digitalen Angeboten für die Patienten wie Gesundheits-Apps auf Rezept. "Bei manchen Krankheiten werden Apps sinnvoll und hilfreich sein", sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen.

Die allerwenigsten Angebote aber erfüllten auch nur ansatzweise die Anforderungen an ein Medizinprodukt. Gassen fürchtet einen Effekt wie bei Fitnessstudios am Anfang des Jahres: Nach acht Wochen gucke keiner mehr drauf.

Nutzen für Ärzte begrenzt

"Dass es einen Hype gibt, glaube ich eher nicht", sagte Gassen. Bei elektronischen Patientenakten sei der Nutzen für Ärzte begrenzt. "Patienten haben das Recht, Daten für einen Arzt unsichtbar zu stellen, was völlig in Ordnung ist." Aus der Akte könne daher aber auch keine Haftung für den Arzt entstehen.

Bestimmte Apps fürs Handy können Patienten künftig von der Kasse bezahlt bekommen, wenn ihr Arzt sie verschreibt. Nach einem Gesetz von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gilt dies zum Beispiel für Anwendungen, die beim regelmäßigen Einnehmen von Medikamenten helfen oder digitale Tagebücher für Diabetiker. Dafür ist eine rasche Zulassung beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte vorgesehen. Ein Jahr tragen die Kassen die Kosten, in dieser Frist müssen App-Anbieter den Nachweis einer besseren Versorgung liefern.

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