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Katalanische Unabhängigkeitsbefürworter - Geldabheben als Protest gegen Madrid

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Es soll ein Denkzettel für abtrünnige Banken sein: Befürworter der Unabhängigkeit Kataloniens haben in einer Protestaktion Geld von ihren Konten abgehoben. Die CaixaBank und die Banco de Sabadell hatten wegen der aufgeheizten Stimmung ihre Hauptsitze aus Katalonien herausverlegt.

Im Streit um die Unabhängigkeit Kataloniens von Spanien steuern beide Seiten auf eine direkte Konfrontation zu. Die katalanische Regionalregierung hält an der Unabhängigkeit fest und ging nicht auf Madrids Ultimatum ein. Ministerpräsident Rajoy kündigt …

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Die Bankkunden folgten damit einem Aufruf der beiden Organisationen Katalanische Nationalversammlung und Omnium Cultural.  "Das ist eine Art des Protests", sagte die 42-jährige Anwältin Roser Cobos, die am Morgen in Barcelona 1.714 Euro abhob. Den Betrag wählte sie in Anlehnung an den 11. September 1714, der in Katalonien seit einigen Jahren als "Nationalfeiertag" begangen wird. Damals hatten spanische und französische Truppen während des Spanischen Erbfolgekrieges Barcelona erobert.

Der 58-jährige Verleger Joaquim Curbet entschied sich dafür, 155 Euro abzuheben - und bezog sich damit auf den Artikel 155 der spanischen Verfassung, den die Regierung in Madrid im Ringen mit der katalanischen Regionalregierung heranziehen will, um die Autonomierechte der Region zu beschneiden.

Möglichst eindeutiger Effekt angestrebt

Die Koordinatoren des Protests hatten dazu aufgerufen, zwischen acht und neun Uhr morgens Geld von den Banken abzuheben, damit der Effekt möglichst eindeutig nachweisbar sei. In ihrem Unabhängigkeitsbestreben argumentieren viele Katalanen damit, dass sie von der Zentralregierung in Finanzfragen ungerecht behandelt werden. Katalonien erwirtschaftet rund ein Fünftel des spanischen Bruttoinlandsprodukts.

Bei einem von der spanischen Zentralregierung und Justiz als rechtswidrig eingestuften Referendum hatten sich am 1. Oktober 90 Prozent der Teilnehmer für eine Unabhängigkeit Kataloniens ausgesprochen. Die Wahlbeteiligung lag allerdings bei lediglich 43 Prozent. Die Regierung in Madrid will die Unabhängigkeit verhindern. Für Samstag ist eine Krisensitzung des Kabinetts von Ministerpräsident Mariano Rajoy angesetzt, bei der konkrete Maßnahmen zum Entzug der bestehenden Autonomierechte beschlossen werden sollen.

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