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Katastrophe auf den Bahamas - Zahl der Hurrikan-Toten steigt

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Hurrikan "Dorian" ist weiter Richtung USA gezogen, auf den Bahamas läuft die verzweifelte Suche nach Überlebenden. Laut Behörden ist die Zahl der Toten auf 30 gestiegen.

Die zerstörerische Wucht von Hurrikan "Dorian" hat nach jüngsten Angaben mindestens 30 Menschen das Leben gekostet. Das sagte Premierminister Hubert Minnis im US-Fernsehen. Befürchtet werden jedoch noch deutlich mehr Opfer.

Die Rettungseinsätze gingen auf den beiden am schwersten getroffenen Inseln im Norden weiter. Laut UN sind etwa 70.000 Menschen dringend auf Hilfe angewiesen. Manche Inselbewohner klagten bei der Verteilung von Hilfsgütern über sehr viel Bürokratie.

Evakuierung geht nur langsam voran

"Dorian" hatte die Abaco-Inseln am Sonntag als Hurrikan der stärksten Kategorie 5 getroffen, in der Folge verharrte er als Wirbelsturm der Kategorie 4 anderthalb Tage über Grand Bahama und richtete schwere Verwüstungen an.

Leute schieben einen Wagen mit ihren Sachen, nachdem der Hurrikan Dorian die Abaco-Inseln im Sumpfhafen (Bahamas), getroffen hat am 06.09.2019
Vielen ist nach Hurrikan "Dorian" auf den Bahamas nur wenig geblieben.
Quelle: Reuters

Mehrere Hundert Bahamaer warteten am Donnerstagabend am teils überfluteten Flughafen Leonard M. Thompson auf Abaco und hofften auf einen Platz in einem der kleinen Flugzeuge - sie wollten raus aus der Katastrophenzone. Einige trugen Plastiktüten mit ihren Habseligkeiten. Doch die Evakuierung ging nur langsam voran und der Frust wuchs bei einigen, die sagten, sie hätten keinen Ort, an den sie gehen könnten, nachdem ganze Viertel zerstört wurden.

UN wollen Lebensmittel und Material liefern

Helfer schwärmten aus und suchten nach Vermissten oder Menschen in Not. Aufräumtrupps begannen, Straßen zu räumen und Hilfsverteilungszentren aufzubauen. Die Vereinten Nationen kündigten an, acht Tonnen Fertignahrungsmittel zu liefern, Gerätschaft für die Satellitenkommunikation bereitzustellen und Lagereinheiten, Generatoren und Fertigbüros einzufliegen, um Logistikzentren aufzubauen.

Britische Soldaten verteilen in Abaco Lieferungen an Überlebende.
Britische Soldaten verteilen in Abaco Lieferungen an Überlebende.
Quelle: Reuters

Ein Schiff der British Royal Navy legte in Abaco an und verteilte Lieferungen an Überlebende. Auf Grand Bahama lud ein Schiff der Kreuzfahrtgesellschaft Royal Caribbean 10.000 Mahlzeiten, Wasserflaschen und mehr als 180 Generatoren, sowie Windeln und Taschenlampen ab. Auch American Airlines schickte ein Flugzeug mit Hilfsgütern.

"Sie werden obdachlos sein"

Hilfsmannschaften in Grand Bahamas arbeiteten daran, den Flughafen wieder zu öffnen, vor Tankstellen und Lebensmittelgeschäften bildeten sich Schlange. "Die Leute werden monatelang keine Arbeit haben", klagte der 67-jährige Holzbildhauer Gordon Higgs. "Sie werden obdachlos sein, kein Essen. Nichts."

Abaco und Grand Bahama sind für ihre Jachthäfen, Golfplätze und All-inclusive-Resorts bekannt, viele Fischer, Arbeiter und Hotelangestellte leben dort. Hunderte Obdachlose Leute mussten am Donnerstag aus dem Hauptkrankenhaus in Abaco aus- und in Schulen und Regierungsgebäude einziehen. Einige wurden wütend, weil sie gebeten wurden, zu gehen, oder ihnen nicht erlaubt wurde, verletzte Verwandte zu besuchen.

Heftiger Wind an US-Südostküste

"Dorian" brachte am Donnerstag Wind mit Geschwindigkeiten von bis zu 160 Kilometern pro Stunde nach South und North Carolina an der US-Südostküste. Tornados räumten Dächer ab, der Strom fiel in mehr als 250.000 Häusern und Geschäften aus. Bei den Vorbereitungen für den Wirbelsturm kamen in den USA bisher vier Menschen ums Leben.

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