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EU-Bürger in Großbritannien - May: Nach dem Brexit muss niemand raus

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Großbritannien wird nach dem Brexit keine EU-Bürger ausweisen. Das hat Premierministerin May den übrigen EU-Staats- und Regierungschefs beim EU-Gipfel zugesichert. Die Kanzlerin zeigte sich zufrieden - und nannte das Angebot "einen guten Start".

Theresa May habe das Angebot gemacht, alle "Ansprüche und Rechte" der Menschen zu erhalten, die "länger als 5 Jahre auf der Insel gelebt" haben, so ZDF-Korrespondent Stefan Leifert. Das Thema "Flüchtlingsverteilung und Migration" habe aber immer noch das …

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Die britische Regierung will nach dem Brexit keinen EU-Bürger aus dem Land ausweisen. Dieses Angebot unterbreitete Premierministerin Theresa May am Donnerstagabend beim EU-Gipfel in Brüssel. Niemand, der derzeit rechtmäßig im Vereinigten Königreich sei, solle gezwungen werden, das Land zu verlassen. Familien sollten nicht getrennt werden.

Volle Rechte behalten

EU-Bürger, die bereits seit fünf Jahren dort lebten, könnten auch nach dem offiziellen Austritt Großbritanniens ihre vollen Rechte behalten, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Gesprächen mit weiteren EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel. Merkel zeigte sich mit dem Angebot zufrieden und nannte es "einen guten Start".

Es geht um rund 3,2 Millionen EU-Bürger in Großbritannien, die nach dem Antrag des Landes auf EU-Austritt um ihre Zukunft fürchten. May schlug den Angaben zufolge vor, alle EU-Bürger, die bis zu einem bestimmten Stichtag fünf Jahre im Land waren, sollten einen geregelten Rechtsstatus bekommen. Sie sollten mit Blick auf Kranken- und Rentenversicherung möglichst so wie britische Bürger behandelt werden.

Vereinbarungen auf Gegenseitigkeit

Wer bis zum Stichtag weniger als fünf Jahre in Großbritannien gelebt habe, solle die Gelegenheit bekommen, die fünf Jahre voll zu machen und ebenfalls einen geregelten Status zu bekommen. Die Premierministerin machte auch deutlich, dass die Vereinbarungen auf Gegenseitigkeit basieren sollten.

Mays Regierung hatte bereits vorige Woche ein "großzügiges Angebot" an die EU-Bürger im Land angekündigt. Die Einzelheiten will sie kommenden Montag vorstellen. Anfang der Woche hatten Großbritannien und die EU ihre Verhandlungen über den EU-Austritt begonnen. Er soll bis Ende März 2019 vollzogen sein.

EU-Behörden in London müssen umziehen

Ein neues Zuhause nach dem Austritt Großbritanniens müssen jedoch die Europäische Arzneimittelagentur und die Europäische Bankenaufsichtsbehörde finden, deren Sitz sich derzeit noch in London ist. Über den künftigen Sitz werde ab November entschieden, erklärte Ratspräsident Donald Tusk. Als Favoriten gelten Deutschland und Frankreich.

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