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"Ein überraschendes, abruptes Ende"

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ZDF-Korrespondent Reichart - "Ein überraschendes, abruptes Ende"

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Ohne Einigung ist der Gipfel von Trump und Kim in Hanoi zu Ende gegangen, teilt das Weiße Haus am Morgen mit. ZDF-Korrespondent Reichart spricht von einem "sehr schlechten Ende".

Donald Trump und Kim Jong Un in Hanoi, Vietnam, aufgenommen am 28.02.2019
Donald Trump und Kim Jong Un in Hanoi, Vietnam.
Quelle: Reuters

"Das war ein ganz überraschendes, abruptes Ende dieser Verhandlungen", berichtet ZDF-Korrespondent Thomas Reichart. US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hätten den Tagungsort verlassen. Ein besonders schlechtes Zeichen sei, dass es nicht mal das gemeinsame Arbeitsessen gibt, wo es vielleicht die Chance gegeben hätte, strittige Punkte auszuräumen. "Das ist ein abruptes und sehr schlechtes Ende des Gipfels von Hanoi."

Man könne davon ausgehen, dass es nicht die Nebenaspekte waren, die dazu geführt haben. "Es muss ganz offensichtlich um die zentralen Punkte gegangen sein, etwa: Wieviel ist Kim Jong Un bereit, von seinen Atomwaffen abzugeben. In welchem Zeitraum, wie lässt er sich kontrollieren und umgekehrt wie sehr ist Trump bereit, dafür die Sanktionen zu lockern." Trump hat am Vorabend schon gesagt, er habe keine Eile, was die Abrüstung angeht.

Die Nordkoreaner seien mit hohen Erwartungen nach Hanoi gekommen, was die Lockerung der Sanktionen angeht. "Irgendwo an diesem Punkt - Sanktionen gegen Abrüstung - muss es ganz offensichtlich gekracht haben. Und das ist eine gravierende Wendung im Verhältnis zwischen den USA und Nordkorea. Ein Gipfel der sehr freundlich begonnen hat, nimmt da eine schlechte Wendung", sagt Reichart.

"Keine Einigung" bei Beratungen

Das Weiße Haus hatte am Morgen mitgeteilt, beim Gipfel von US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un habe es keine Einigung gegeben. Trump und Kim hätten verschiedene Wege diskutiert, um die atomare Abrüstung und die von Trump in Aussicht gestellte wirtschaftliche Entwicklung Nordkoreas zu erreichen, teilte das Weiße Haus mit. "Zu diesem Zeitpunkt wurde noch keine Einigung erzielt." Das Weiße Haus sprach dennoch von "sehr guten und konstruktiven Treffen" in Hanoi. Die "jeweiligen Teams" der USA und Nordkoreas würden die Gespräche fortsetzen.

Das Weiße Haus hatte für Donnerstag ursprünglich die Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung durch Trump und Kim angekündigt. Trumps Sprecherin Sarah Sanders teilte dann am Donnerstag mit, die Pressekonferenz Trumps zum Abschluss des Gipfels werde um zwei Stunden auf 14.00 Uhr (Ortszeit/8.00 Uhr MEZ) vorgezogen. Zu diesem Zeitpunkt hätte die Erklärung unterzeichnet werden sollen. Das geplante gemeinsame Arbeitsessen am Mittag fand nicht statt. Trump wollte noch am Donnerstag die Rückreise in die USA antreten.

Kim kehrte ins Hotel zurück

Die Fahrzeugkolonnen Trumps und Kims verließen das Hotel Metropole, in dem der Gipfel stattfand, am Donnerstag um 13.25 Uhr (7.25 Uhr MEZ). Kims Konvoi kehrte ins Meliá Hotel zurück, in dem die nordkoreanische Delegation untergebracht ist. Trumps Pressekonferenz sollte im Marriott-Hotel stattfinden, in dem er wohnt.

Trump und Kim hatten zuvor ihre Hoffnung geäußert, dass sie zu einer Einigung kommen würden. Trumps Ziel ist die atomare Abrüstung Nordkoreas. Kim wollte Zugständnisse der USA, etwa eine Lockerung der Sanktionen. Trump hatte Nordkorea beim Gipfel nicht mehr zu einer schnellen Abrüstung seiner Atomwaffen gedrängt. Er sagte während des Treffens, es gebe "keine Eile", solange Nordkorea auf Atomwaffen- und Raketentests verzichte.

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