Sie sind hier:

Entscheidung erst im Dezember - CSU hält Personalkarussell an

Datum:

Es brodelt in der CSU. Gerüchte um eine Seehofer-Nachfolge Söders dringen nach draußen, werden dementiert. Die Ansage aus München: Eine Entscheidung gibt es erst im Dezember.

Nach wochenlangem Machtkampf in der CSU hat Parteichef Seehofer eine „befriedende“ Lösung für die künftige personelle Aufstellung angekündigt.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Die CSU-Spitze will erst am 4. Dezember über ihre künftige personelle Neuaufstellung entscheiden. Auf der Sitzung der CSU-Landtagsfraktion mit Parteichef Horst Seehofer habe man sich auf einen Zeitplan geeinigt, nach dem die Personalfragen geklärt werden sollen, sagte der Chef der CSU-Landtagsfraktion, Thomas Kreuzer. Über Namen und Personen sei in der Sitzung gar nicht gesprochen werden. Auch habe es keine Kritik gegeben.

Persönliches Seehofer-Statement erwartet

Zuvor hatte Seehofer selbst noch mit den Worten, dass am Abend "alles klar" sein werde, für Donnerstag eine Entscheidung angekündigt. Wie Kreuzer sagte, wird Seehofer am Ende seiner Gespräche mit CSU-Führungspolitikern einen Personalvorschlag machen. Aus Teilnehmerkreisen wird erwartet, dass Seehofer sich noch heute Abend über seine persönliche Zukunft äußern wird.

Der Vorstand der CSU werde wahrscheinlich in der ersten Dezemberwoche tagen und dem für Mitte Dezember geplanten Parteitag dann einen Vorschlag unterbreiten. Ob die Ämter des Parteichefs und des Ministerpräsidenten getrennt werden, blieb unklar. "Horst Seehofer hat die Entscheidung völlig offen gelassen. Er hat überhaupt nichts favorisiert", sagte Kreuzer.

CSU-Landtagsfraktion kritisch gegenüber Seehofer

Der Bayerische Rundfunk hatte während der Sitzung berichtet, es laufe darauf hinaus, dass Landes-Finanzminister Markus Söder anstelle von Seehofer Ministerpräsident werden solle und Seehofer Parteichef bleibe. Der Sender hatte später ergänzt, es sei aber unklar, ob Seehofer damit einverstanden sei.

Nach der verheerenden Niederlage für die CSU bei der Bundestagswahl im September mit 38,8 Prozent hatten sich auch viele Mitglieder aus der 101-köpfigen Landtagsfraktion sehr kritisch zu Seehofer geäußert und einen Rücktritt gefordert. In der Fraktion gilt Bayerns Finanzminister Markus Söder als aussichtsreichster Nachfolgekandidat.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.