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Präsidentenwahl - Kenia: Nun heißt es Warten aufs Ergebnis

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Millionen Kenianer haben sich am Dienstag an der Präsidentschafts- und Parlamentswahl beteiligt. Mit Ergebnissen ist erst im Laufe der nächsten Tage zu rechnen - die Kernfrage ist: Konnte sich Präsident Uhuru Kenyatta eine zweite Amtszeit sichern oder löst ihn Oppositionsführer Raila Odinga ab?

Tag der Entscheidung in Kenia. Es geht darum, wer das Land künftig als Präsident führen wird. Das Rennen zwischen Amtsinhaber Kenyatta und seinem Herausforderer gilt als völlig offen.

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Bis auf einige Ausnahmen wurden die Wahllokale wie geplant um 17:00 Uhr geschlossen. Mancherorts konnten Wähler aber auch danach ihre Stimme abgeben, sofern sie zu dem Zeitpunkt bereits in Warteschlangen angestanden hatten.

Opposition mit Organisation zufrieden

In den Regionen Baringo und Turkana könne länger gewählt werden, da die Wahlstationen wegen starken Regens verspätet geöffnet hätten, teilte die nationale Wahlkommission mit. Gleiches gelte für andere Lokale, die ebenfalls zu spät aufgemacht oder technische Schwierigkeiten hatten.

Im Bezirk Laikipia, wo es seit längerem Konflikte zwischen Halbnomaden und Bauern gibt, kam es in drei Wahllokalen zu Zwischenfällen. Sicherheitskräfte hätten für Ordnung gesorgt, hieß es.

Odingas Lager lobte den Wahlvorgang. Das Oppositionsbündnis, die National Super Alliance, sei weitgehend beeindruckt von der Arbeit der Wahlbeauftragten, sagte Ex-Vizeministerpräsident Musalia Mudavadi, der dem Bündnis an vorderster Front angehört. Die Sicherheitsbehörden hätten während der Abstimmung weitgehend professionell gearbeitet, obwohl einige öffentlich für die regierende Jubilee-Koalition geworben hätten.

Hohe Wahlbeteiligung

Die Opposition sei außerdem beunruhigt, weil einigen von ihren Überprüfungsbeauftragten der Zugang zu den Wahllokalen verwehrt worden sei, sagte Mudavadi. Die Wahlkommission habe jedoch bei dem Versuch geholfen, das Problem zu lösen.

Die Beteiligung an der Wahl war augenscheinlich hoch. Bereits vor Sonnenaufgang bildeten sich vor vielen Wahllokalen lange Warteschlangen. Die Kenianer konnten dabei nicht nur über ihren künftigen Präsidenten entscheiden, sondern auch über mehr als 1.800 gewählte Ämter, die neu zu besetzen waren, darunter Gouverneure und Bezirksvertreter. Auch das Parlament wurde neu gewählt.

Etwa 20 Millionen Kenianer waren für die Wahl registriert. Umfragen sagten ein knappes Rennen zwischen Kenyatta und Odinga voraus. Viele Wähler dürften ihre Entscheidung nach Volkszugehörigkeit getroffen haben. Kenyatta gilt als Kandidat der Kikuyu, der größten Volksgruppe Kenias. Odinga stützt sich vor allem auf die Luo, die noch nie das Staatsoberhaupt des Landes gestellt haben.

Sorge vor Gewalt

Hauptsorge vieler Kenianer war, ob sich die Zustände nach der Wahl vor zehn Jahren wiederholen könnten. Damals war es im Anschluss an die Abstimmung zu Gewalt mit mehr als 1.000 Toten gekommen. 2013 blieb es dagegen relativ ruhig, obwohl Odinga von Wahlunregelmäßigkeiten gesprochen hatte. Damals hatte er mit einem Minimalrückstand gegen Kenyatta verloren.

Kenyatta rief seine Landsleute bei der Stimmabgabe in seinem Geburtsort Gatundu auf, friedlich zu wählen und zu Hause auf die Ergebnisse zu warten. "Ich fühle mich gut. Ich habe ein positives Gefühl, da wir einen positiven Wahlkampf geführt haben", sagte er.

Odinga warf seine Stimme im Slum Kibera, einer Oppositionshochburg in der Hauptstadt Nairobi, ein. "Uhuru muss gehen", riefen seine Anhänger.

Bei der Präsidentenwahl muss ein Kandidat mehr als 50 Prozent der Stimmen erhalten und in mindestens 24 der 47 Bezirke wenigstens ein Viertel der Wähler hinter sich bringen. Ansonsten kommt es zur Stichwahl.

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