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Verhandlungen mit Trump - Kim zu drittem Treffen bereit - unter Bedingungen

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Wie geht es weiter mit den Verhandlungen zwischen Nordkorea und den USA? Kim und Trump sind weiter zu Gesprächen bereit. Nordkoreas Machthaber stellt dazu aber Forderungen.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un sitzt am Rednerpult am 11.04.2019 in Pjoengjang
Zu einem dritten Treffen mit Trump bereit: Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un.
Quelle: ap

Im Streit um sein Atomwaffenprogramm hat sich Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un prinzipiell zu einem dritten Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump bereit gezeigt. Allerdings stellte Kim die Bedingung, die USA müssten einen fairen und für beide Seiten akzeptablen Vorschlag für ein Abkommen vorlegen. Er warf den Amerikanern vor, einseitig Forderungen aufzustellen. Bis Ende dieses Jahres wolle er geduldig auf eine "mutige Entscheidung" der USA warten, wurde Kim am Samstag von den Staatsmedien zitiert. Kim sprach dabei am Freitag bei einer Sitzung der Obersten Volksversammlung - Nordkoreas Parlament. Trump reagierte mit warmen Worten auf Kims Botschaft. Dessen Kritik ließ er unbeantwortet.

Was bisher geschehen ist

  • Trump und Kim hatten sich erstmals im Vorjahr in Singapur getroffen.
  • Ein zweiter Gipfel folgte Ende Februar in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi.
  • Das Treffen dort wurde allerdings vorzeitig abgebrochen. Beide Seiten konnten sich nicht über den Abbau der nordkoreanischen Atomwaffen einigen.

Nordkorea verlangte zudem eine Aufhebung eines Großteils der Sanktionen. Das Land leidet unter den weitreichenden Sanktionen der Vereinten Nationen und der USA. Die US-Regierung will die Sanktionen jedoch beibehalten, solange das mit dem nordkoreanischen Atomwaffenprogramm verbundene Risiko nicht gebannt ist.

Erst am Donnerstag hatte sich auch Trump zu den bisherigen Treffen mit Kim geäußert und einen dritten Gipfel für möglich erklärt. Die bisherigen Gipfel seien "sehr produktiv" gewesen, sagte Trump bei einem Treffen mit Südkoreas Präsident Moon Jae In in Washington.

Wie sich Kim jetzt zu einem dritten Treffen äußert

Mit der Festlegung einer Frist für weitere Verhandlungen will Nordkoreas Machthaber die USA stärker unter Druck setzen. Kim wirft den USA vor, sein Land mit einseitigen Forderungen zur Aufgabe des Atomprogramms zwingen zu wollen. Nordkorea wolle die Probleme durch Dialog lösen, sagte Kim. "Doch der Dialogstil der USA, einseitig ihre Forderungen durchsetzen zu wollen, passt uns nicht, und wir haben kein Interesse daran." Die USA müssten ihren derzeitigen "Kalkulationsweg aufgeben und mit einer neuen Kalkulation zu uns kommen", sagte er demnach bei seiner Rede vor dem Parlament. Falls die USA die richtige Haltung an den Tag legten und einen weiteren Gipfel vorschlagen sollten, sei Nordkorea dazu bereit.

Zugleich folgte Kim Trump bei der Einschätzung, dass beide eine "ausgezeichnete" persönliche Beziehung hätten. Sie könnten jederzeit Briefe austauschen, sagte der Machthaber. Der Gipfel von Hanoi habe jedoch "ernsthafte Fragen aufgeworfen, ob die Schritte, die wir unter unserer strategischen Entscheidung vorgenommen haben, richtig waren".

In Singapur hatte sich Kim zu einer "kompletten Denuklearisierung" bereiterklärt, doch fehlten seitdem konkrete Zusagen, bis wann die Atomwaffen abgerüstet werden sollten.Trump reagierte am Samstag per Tweet fast überschwänglich auf die jüngste Botschaft aus Pjöngjang - trotz der gedämpften Töne Kims. Erneut erklärte der US-Präsident, seine persönliche Beziehung zu Kim sei "sehr gut", wenn nicht "ausgezeichnet". Ein drittes Gipfeltreffen wäre gut für das gegenseitige Verständnis, wo beide Seite stünden, betonte er. Zum wiederholten Mal sagte Trump auch, Nordkorea habe enormes wirtschaftliches Potenzial unter Kim. "Ich sehe dem Tag entgegen, der bald kommen könnte, wenn Atomwaffen und Sanktionen beseitigt werden können", schrieb er weiter. Nordkorea könne dann eine der erfolgreichsten Nationen der Welt werden.

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