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Treffen mit Moon - Kims "fester Willen" für den Gipfel

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Kommt der Gipfel nun doch? Kim Jong Un ist nach den Worten des südkoreanischen Präsidenten Moon zum Dialog bereit. Und US-Präsident Trump findet, "es geht sehr gut voran".

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ist wohl weiterhin zu Verhandlungen über den Abbau des nordkoreanischen Nuklear-Programms bereit.

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Überraschend hatten sich Südkoreas Staatschef Moon Jae In und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un am Samstag im Grenzort Panmunjom getroffen. Es war das zweite Mal innerhalb weniger Wochen, diesmal auf der nordkoreanischen Seite. Heute nun gibt Moon Details bekannt. Das Treffen sei auf Betreiben Kims zustande gekommen, erklärt er.

Nordkoreas Machthaber habe ihm versichert, dass er willens sei, eine Konfrontation zum Zweck eines erfolgreichen Gipfels mit Trump zu beenden. Kim strebe auch weiter eine "komplette Denuklearisierung der Koreanischen Halbinsel" an. Die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA berichtete, Kim habe seinen "festen Willen" für das Treffen mit Trump bekräftigt.

Moon sagte, er habe Kim klar gemacht, dass der US-Präsident "fest entschlossen" sei, einen Schlussstrich unter die feindseligen Beziehungen zu Nordkorea zu setzen und eine wirtschaftliche Kooperation einzuleiten, falls Kim eine "komplette Denuklearisierung" umsetzen sollte.

Ein Rest Unsicherheit

Doch sei "Kim sich unsicher, ob sein Land sich auf das US-Versprechen verlassen" könne, die Feindschaft zu beenden und Sicherheitsgarantien im Gegenzug für eine Denuklearisierung abzugeben. Trump habe diese Zusage bei ihrem jüngsten Treffen in Washington abermals bekräftigt, betonte Moon.

Kim und Moon einigten sich auf eine Zusammenkunft ranghoher Vertreter ihrer Länder am 1. Juni. Die beiden setzten zudem separate Gespräche zwischen Generälen aus Nord- und Südkorea an.

Trump: "Es geht sehr gut voran"

In Washington nährte auch Trump Hoffnungen auf ein historisches Treffen mit Kim. Er sagte am Samstagabend im Weißen Haus: "Es geht sehr gut voran. Wir blicken auf den 12. Juni in Singapur. Das hat sich nicht geändert." Es gebe eine Menge guten Willens. Man könne bei der atomaren Abrüstung auf der koreanischen Halbinsel erfolgreich sein.

Erst am Donnerstag hatte Trump den für 12. Juni in Singapur geplanten Gipfel überraschend abgesagt. Nach versöhnlichen Tönen aus Pjöngjang zeigte sich der US-Präsident dann tags darauf offen für einen neuen Anlauf und erklärte, das Treffen könnte doch stattfinden.

Vages Ziel einer atomwaffenfreien Halbinsel


Moon und Kim hatten bei ihrem ersten Gipfel Ende April das vage Ziel einer atomwaffenfreien koreanischen Halbinsel und andauernden Friedens formuliert. Experten zufolge dürfte Kims diplomatische Öffnung in den jüngsten Monaten darauf abzielen, eine Lockerung der internationalen Sanktionen gegen sein Land zu erreichen. Davon erhofft er sich wohl Impulse für die marode Wirtschaft Nordkoreas sowie internationale Legitimität, die ein Treffen mit Trump bringen dürfte.

Doch gibt es Zweifel daran, dass Kim sein Nukleararsenal tatsächlich gänzlich aufgibt. Die Führung in Pjöngjang sieht die Atomwaffen als Faustpfand in ihrem Streben nach einem politischen Überleben.

Kommentare in nordkoreanischen Staatsmedien deuten denn auch darauf hin, dass Kim einen Gipfel mit dem US-Präsidenten eher als Verhandlungen über Rüstungskontrolle zwischen zwei Atommächten sieht. Pjöngjang hat bereits klargemacht, kein Interesse an Gesprächen zu haben, die auf einer einseitigen Forderung nach einem Verzicht auf Atomwaffen beruhten.

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