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Der Kampf gegen Kinderfotos im Netz

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Gefährliches Geschäftsmodell - Der Kampf gegen Kinderfotos im Netz

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Beim "Safer Internet Forum" ging es um sexuelle Belästigung im Netz. Die Gefahren von Kinderfotos in sozialen Netzwerken sind bekannt. Blogger hält das trotzdem nicht ab.

Illustration: Ein 6-jähriges Mädchen zeigt am 23.06.2019 in Hamburg seine Zahnlücken
Schöne Erinnerung oder peinliche Bloßstellung? Eltern verletzen die Persönlichkeitsrechte ihrer Kinder oft, ohne es zu wissen. (Symbolbild)
Quelle: picture alliance / dpa Themendienst

Die EU-Kommission hat das Thema schon seit Jahren auf der Agenda. Mit Kampagnen und Informationsbroschüren sollen Schulen und Eltern für die Gefahren im Netz sensibilisiert werden. Das "Safer Internet Forum", organisiert von der EU-Kommission, fand am Donnerstag schon zum 16. Mal statt. Ob die Bemühungen in der digitalen Welt ankommen, ist fraglich.

Kinderfotos gehören in sozialen Netzwerken zum Alltag. Auf Instagram sind sie ein regelrechtes Geschäftsmodell geworden - sie steigern die Follower-Zahlen und somit die potenziellen Werbeeinnahmen. Vor wenigen Wochen haben auch die Claßens, eine der erfolgreichsten Influencer-Familien Deutschlands, bekannt gegeben: Wir wollen unseren Sohn öffentlich zeigen. Lio Claßen ist ein Jahr alt.

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Rechte der Kinder "quasi nebenbei" verletzt

Der Kinderschutzbund warnt davor, Kinderfotos achtlos ins Netz stellen. Die Bilder könnten leicht in die Hände von Sexualstraftätern gelangen. Außerdem verletze es die Persönlichkeitsrechte von Kindern. Auch die Polizei hatte in der Vergangenheit Warnungen ausgesprochen.

Eine Studie des Kinderhilfswerks zeigt: Eltern nehmen Facebook als "öffentlich" und WhatsApp als privat wahr. Demnach teilen sie Daten ihrer Kinder über WhatsApp sehr viel sorgloser. Hätten Kinder die Wahl, würden sie weit weniger Fotos preisgeben als ihre Eltern, so die Studie. Doch in der Regel würden sie gar nicht gefragt. "Unzureichende Informiertheit, Pragmatismus, Hilflosigkeit und Gewöhnung führen dazu, dass Eltern 'quasi nebenbei' die Rechte der Kinder verletzten."

Bloggerin Toyah Diebel bezeichnet diesen Trend als "Unding". Sie wollte ein Zeichen setzen, und startete deshalb im März die Kampagne #deinkindauchnicht. In der Kampagne sind unter anderem Fotos von Schauspieler Wilson Gonzalez Ochsenknecht in Kinderpose zu sehen, die viele Menschen geschockt haben. Mit Erfolg: Der Hashtag ging viral. Auch die ZDF-Kindernachrichten logo! beteiligten sich an dem Projekt.

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Nach rund einem halben Jahr zieht Toyah Diebel im heute.de-Interview Bilanz. Das Thema sei zwar breit debattiert worden, erfolgreiche Bloggerinnen seien aber "absolut beratungsresistent".

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