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Klagen bei der Bundesnetzagentur - Mehr Beschwerden über Postdienste

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Verspätete Briefe oder nicht zugestellte Pakete verärgern viele Bundesbürger. Das bekommt auch die Bundesnetzagentur vermehrt zu spüren.

Paketzusteller der DHL in Halle (Saale)
Paketzusteller der DHL in Halle (Saale)
Quelle: Jan Woitas/zb/dpa/Bild vom 11.12.2019

Immer mehr Bürger machen ihrem Ärger über Post- und Paketzusteller Luft. Die Zahl der Beschwerden sei 2019 um mehr als ein Drittel auf rund 17.200 gestiegen, teilte die Bundesnetzagentur mit. Es geht vor allem um verspätete oder falsch zugestellte Briefe.

Für Ärger sorgte auch, wenn der Paketbote nach Darstellung der Empfänger gar nicht geklingelt, sondern nur den Abholschein eingeworfen hat. 2017 hatte es 6.100 Beschwerden gegeben, 2018 bereits 12.600. Die Beschwerden beziehen sich auf die ganze Branche.

Sendungsvolumen von mehr als 19 Milliarden Paketen und Briefen

Die kritischen Wortmeldungen bei der Bonner Regulierungsbehörde beziehen sich auf die ganze Branche - also auch auf die Wettbewerber. Da der ehemalige Staatskonzern aber mit großem Abstand Marktführer ist, richtet sich die allermeiste Kritik gegen die Arbeit seiner Beschäftigten.

Unser Sendungsvolumen summierte sich im Jahr 2018 auf mehr als 19 Milliarden Pakete und Briefe. Im Vergleich dazu liegen die Beschwerden bei der Bundesnetzagentur nicht mal im Promillebereich.
Post-Sprecher

Die Aussagekraft der Beschwerden ist aber begrenzt. Denn unklar ist, ob der Anstieg an einer schlechteren Arbeit liegt, oder an der höheren Bekanntheit der Beschwerdemöglichkeit. Auf diesen Punkt wies ein Post-Sprecher als Reaktion auf den Anstieg hin. Zudem betonte er, dass die Zahl der Beschwerden relativ gering seien. "Unser Sendungsvolumen summierte sich im Jahr 2018 auf mehr als 19 Milliarden Pakete und Briefe", sagte er. "Im Vergleich dazu liegen die Beschwerden bei der Bundesnetzagentur nicht mal im Promillebereich."

Die Post-Beschäftigten leisteten eine "überwiegend hervorragende Arbeit". Die direkt bei seiner Firma eingegangenen Beschwerden seien in den vergangenen Monaten rückläufig gewesen. Der Vizepräsident der Bundesnetzagentur Peter Franke sagte, seine Behörde nehme das steigende Beschwerdeaufkommen "sehr ernst". Er wies aber auch darauf hin, dass die Post gesetzliche Vorgaben erfülle.

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