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Klausur in Potsdam - Linksfraktion mit neuem Vorstand

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Nach der Bestätigung von Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch an der Spitze der Linken im Bundestag hat die Fraktion ihre Führung nun weitgehend komplettiert. In einer Klausur in Potsdam wählten die Abgeordneten sieben von acht Vizevorsitzenden.

Die Parteichefs der Partei Die Linke wollen mehr Einfluss in der Bundestagsfraktion, Sahra Wagenknecht als Fraktionsvorsitzende sieht sich durch Anträge „demontiert“. Nach längeren Beratungen werden die bisherigen Fraktionsvorsitzenden wiedergewählt.

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Zu Leitern politischer Arbeitskreise und somit zugleich als Vize-Chefs der Fraktion wurden Klaus Ernst, André Hahn, Gesine Lötzsch, Petra Sitte und Sabine Zimmermann gewählt, teilte ein Parteisprecher mit.

Ein Wahl vertagt

Eine Kampfkandidatur gab es für den außenpolitischen Arbeitskreis, den bisher Wolfgang Gehrke geleitet hatte. Zur Wahl standen Heike Hänsel, die dem Lager rund um Wagenknecht zugeordnet wird, sowie Tobias Pflüger, der als Parteichefin Katja Kipping politisch nahestehend gilt. Es gab zwischen beiden ein knappes Ergebnis, Abgeordnete waren nach Angaben aus Fraktionskreisen zudem bereits dabei, die Klausur zu verlassen. Die Wahl soll nun kommende Woche nachgeholt werden.

Bereits am Dienstagabend waren Sevim Dagdelen und Caren Lay zu Fraktionsvizechefs gewählt worden. Im Fraktionsvorstand sitzt ebenfalls die erneut als Bundestagsvizepräsidentin nominierte Petra Pau sowie der neue Parlamentarische Geschäftsführer Jan Korte. Als Beauftragte für soziale Bewegungen wurde die Abgeordnete Sabine Leidig gewählt, auch sie ist im Vorstand vertreten.

Machtkampf um Fraktionsspitze

Die Linken-Fraktion hatte am späten Dienstagabend nach über siebenstündigen Beratungen die Fraktionsvorsitzenden Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch in ihren Ämtern bestätigt. Zuvor hatte es Versuche gegeben, die Macht der Fraktionschefs zugunsten der Parteivorsitzenden Bernd Riexinger und Katja Kipping zu beschneiden. Deswegen drohte Wagenknecht zwischenzeitlich mit ihrem Rückzug.

Kipping zeigte sich in der ARD zufrieden mit der Beilegung des Machtkampfes. Sie habe für einen Kompromiss geworben und sei froh, dass Wagenknecht im Amt bestätigt worden sei. Zu der Einigung gehört, dass die beiden zur Fraktion gehörenden Parteichefs ein herausgehobenes Rederecht haben.

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