ZDFheute

Trump warnt vor Rückkehr zu Klima-Abkommen

Sie sind hier:

Wahlkampf in den USA - Trump warnt vor Rückkehr zu Klima-Abkommen

Datum:

Im Falle eines Wahlsiegs will Joe Biden die USA zum Pariser Klimaabkommen zurückführen. Sein Gegner Trump hält dagegen - er will, dass US-Firmen wieder in die USA zurückkehren.

Donald Trump: Eagle Energy Ölförderanlage in Texas
"Abermilliarden Dollar": Donald Trump beim Besuch der Eagle Energy Ölförderanlage in Texas.
Quelle: AP

Trump hatte nach seinem Amtsantritt Anfang 2017 den Ausstieg aus dem UN-Klimaabkommen verkündet. Nun warnt er seine Unterstützer im Fall seiner Wahlniederlage im November vor einer Rückkehr der USA zum Pariser Klimaschutzabkommen. Bei einem Besuch bei einer Ölförderanlage in Midland (Texas) sagte der Republikaner, ein solcher Schritt würde die USA im globalen Wettbewerb benachteiligen und "Abermilliarden Dollar" kosten.

Sollten die Demokraten an die Macht kommen, würden sie nicht nur die Öl- und Gasindustrie, sondern die gesamte US-Wirtschaft zerstören. Die USA würden dann zu "einem weiteren Venezuela".

Biden verspricht Rückkehr zu Klima-Abkommen

Trump liegt in landesweiten Umfragen derzeit hinter seinem designierten Herausforderer bei der Wahl, Joe Biden. Der demokratische Ex-Vizepräsident Biden hat im Falle seines Wahlsiegs eine Rückkehr zum Klimaschutzabkommen von Paris versprochen und noch ambitioniertere Ziele in Aussicht gestellt.

Trump hatte nach seinem Amtsantritt Anfang 2017 den Ausstieg aus dem UN-Klimaabkommen verkündet. Trumps Besuch am Mittwoch in Texas wurde als Reise des Präsidenten deklariert und vom US-Steuerzahler bezahlt. In weiten Teilen glich Trumps Auftritt aber einer Wahlkampfveranstaltung.

Trump kritisiert "radikale linke Demokraten"

Biden und die "radikalen linken" Demokraten ging der Präsident scharf an. "Sie wollen alle amerikanischen Werte entwurzeln und zerstören", sagte Trump. Wegen seines Rückstands auf Biden versucht er im Wahlkampf mit dem Thema innere Sicherheit zu punkten, indem er etwa Bundespolizisten nach Portland entsandte. Für die Unruhen im Land macht Trump Linke und Demokraten verantwortlich:

Sie wollen jede Spur von Religion aus dem nationalen Leben tilgen. Sie wollen unsere Kinder indoktrinieren, der Polizei die Finanzierung entziehen, die Vorstädte abschaffen, Unruhen anstiften und jede Stadt den radikalen Linken ausliefern.
Donald Trump, US-Präsident

Mit Bidens tatsächlichem Programm stimmen diese Behauptungen nicht überein. Der Sender CNN veröffentlichte am vergangenen Sonntag eine Umfrage, wonach Trump in drei umkämpften Bundesstaaten hinter Biden liegt: Florida, Arizona und Michigan. Alle drei Bundesstaaten hatte Trump 2016 gewonnen.

Trump momentan hinter Biden

In landesweiten Umfragen liegt Trump seit Wochen deutlich hinter Biden. Landesweite Befragungen haben aber wegen des komplizierten Wahlsystems in den USA sehr begrenzte Aussagekraft. Am Ende ist eine Mehrheit von 270 Wahlleuten aus den Bundesstaaten für einen Sieg ausschlaggebend, nicht die Mehrheit der Wählerstimmen.

Trump war es 2016 überraschend gelungen, die drei sogenannten Swing States Pennsylvania, Michigan und Wisconsin zu gewinnen. Swing States sind Bundesstaaten, in denen die Wählermehrheiten immer wieder wechseln. Selbst wenn er zwei davon in diesem Jahr verlöre, käme er auf ausreichend Wahlleute - vorausgesetzt, er kann alle anderen Bundesstaaten halten, in denen er sich 2016 durchgesetzt hatte.

Amerikanische Flagge vor dem Weißen Haus.

Nachrichten -
Präsidentenwahl in den USA
 

Präsidentenwahl in den USA: Wer gewinnt - der Republikaner Trump oder ein Kandidat der Demokraten?

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.