Sie sind hier:

Klimawandel und Globalisierung - Mehr Mücken und Zecken im Norden

Datum:

Der Klimawandel ändert die Lebensbedingungen nicht nur für den Menschen, sondern auch für Insekten. Die gesundheitlichen Folgen in Europa könnten gravierend sein.

Krankheiten, die durch Mücken oder Zecken übertragen werden, könnten zukünftig häufiger in Europa auftreten. Grund dafür sei, laut Experten, unter anderem der Klimawandel.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Krankheiten, die durch Mücken oder Zecken übertragen werden, könnten künftig in Europa häufiger auftreten. Das Verbreitungsgebiet der Überträger etwa von Dengue-Fieber, Leishmaniose oder Chikungunya vergrößere sich rapide, mahnen Forscher anlässlich eines Kongresses in Amsterdam.

Als Gründe für die Entwicklung nennen sie unter anderem den Klimawandel und die zunehmende Globalisierung. Diese Veränderungen ermöglichten es Mücken und Zecken, neue Lebensräume in Europa zu erschließen.

Dengue-Ausbrüche in Frankreich, Malaria in Griechenland

In den letzten zehn Jahren habe es etwa in Frankreich und Kroatien Dengue-Ausbrüche gegeben, in Griechenland sei Malaria aufgetreten, in Italien und Frankreich Chikungunya und in weiten Teilen Süd- und Mitteleuropas das West-Nil-Fieber. Allein von dieser Erkrankung wurden 2018 in den EU-Mitgliedstaaten mehr als 1.500 Fälle registriert. Das berichteten die Forscher auf dem Europäischen Kongress für klinische Mikrobiologie und Infektionskrankheiten (ECCMID) in Amsterdam.

Längere Hitzeperioden verlängerten das Zeitfenster für die Ausbreitung solcher Erkrankungen und begünstigten größere Ausbrüche, betonte Giovanni Rezza vom Istituto Superiore di Sanitá in Rom. "Wir müssen uns darauf vorbereiten, mit solchen tropischen Infektionen umzugehen."

"Anhaltende Verbreitung von invasiven Mücken"

So könnten etwa Sandmücken bis Ende der 2060er Jahre ihr Verbreitungsgebiet in Frankreich und Deutschland deutlich ausweiten, berichten Experten weiter. Die Mücken können die Erreger der Leishmaniose übertragen und wurden in Deutschland bereits vereinzelt gefunden. "Angesichts der anhaltenden Verbreitung von invasiven Mücken und anderen Überträgern in ganz Europa müssen wir Ausbrüche antizipieren und frühzeitig eingreifen", erklärte Jan Semenza vom Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) in Stockholm. Die Gesundheitsbehörden müssten die Überwachung verbessern und Frühwarnsysteme einrichten.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Die Website verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot zu präsentieren. Nähere Informationen und die Möglichkeit, die Verwendung von Cookies einzuschränken finden Sie hier.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, können Sie jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigen Sie Ihr Ausweisdokument.

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.