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G7-Treffen - Klimkin lobt Maas für harten Russland-Kurs

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Der ukrainische Außenminister Pawel Klimkin hat Amtskollege Heiko Maas für seinen harten Kurs gegen Russland gelobt. "Ohne eine solche Haltung kommen wir leider nicht nach vorne."

Heiko Maas beim G7-Treffen am 22.04.2018 in Toronto (Kanada)
Heiko Maas beim G7-Treffen
Quelle: ap

Heiko Maas hat wegen seines Russland-Kurses innerhalb der SPD Kritik geerntet. Sein ukrainischer Amtskollege Pawel Klimkin ist dagegen voll des Lobes für den deutschen Außenminister: "Ich schätze seine Haltung sehr", sagte er am Rande des G7-Außenministertreffens in Toronto vor Journalisten.

Maas will zwar mit Russland zur Lösung des Syrien-Konflikts ins Gespräch kommen, kritisiert Moskau aber gleichzeitig scharf. Damit hat sich der SPD-Politiker auch in seiner eigenen Partei viel Kritik eingehandelt. Die Außenminister der sieben führenden westlichen Industriestaaten werden am Montag zum Abschluss ihres zweitägigen Treffens unter anderem über den Kampf gegen den Terror, Afrika und UN-Reformen beraten. Maas reist anschließend zu den Vereinten Nationen nach New York weiter.

Klimkin: "Russland ist nicht bereit, etwas richtiges zu machen"

Die Schwerpunkte der G7-Konferenz standen mit Syrien, Russland, der Ukraine und Nordkorea bereits am Sonntag auf dem Programm des G7-Treffens, das eineinhalb Monate vor einem Gipfeltreffen im kanadischen Charlevoix am 8. und 9. Juni stattfindet. Wie der Dialog mit Russland in der Syrien-Frage gesucht werden soll, blieb allerdings weiter unklar. Zum Abschluss des Treffens werden die Ergebnisse am Montag in einer Abschlusserklärung zusammengefasst.

Das Gesprächsformat gibt es bereits seit 1975. Zwischenzeitlich war auch Russland dabei, wurde aber wegen der Krim-Annexion 2014 ausgeschlossen. Neben Deutschland und Gastgeber Kanada sind die USA, Frankreich, Großbritannien, Italien und Japan die verbliebenen Mitglieder.

Maas wirbt für Vermittlerrolle für Deutschland und Frankreich

Klimkin ist als erster ukrainischer Außenminister zu einem G7-Treffen eingeladen worden. Zu einer Wiederbelebung der Gespräche mit Russland zur Ostukraine-Krise unter Vermittlung Deutschlands und Frankreichs äußerte er sich skeptisch. "Russland ist nicht bereit, etwas richtiges zu machen", sagte er.

Die Vierer-Gespräche im sogenannten Normandie-Format hatten zuletzt im Februar 2017 auf Außenministerebene stattgefunden. "Wir brauchen eine Vision für die Agenda dieses Treffens. Jetzt haben wir keine Vision, weil Russland nicht bereit ist, wirklich ins Gespräch zu kommen", sagte Klimkin. Außerdem benötige man die Aussicht auf ein echtes Ergebnis.

Maas verteidigte das Normandie-Format in Toronto. "Das ist ein Format, das schon mal funktioniert hat und da muss man auch keines neu erfinden", sagte er. In der Ostukraine bekämpfen sich seit vier Jahren ukrainische Regierungstruppen und prorussische Separatisten. Es gibt zwar ein Friedensabkommen, das aber bisher kaum umgesetzt wurde.

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