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Gesunde Ernährung - Zucker in Kindertee soll verboten werden

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Kein Zucker in Babytee und Kinderkeksen: Ernährungsministerin Julia Klöckner will 2019 ein Verbot durchsetzen. Auch Erwachsene sollen gesünder essen - etwa kleinere Fertigpizzen.

Kleinkind trinkt Babytee
Zu klein für Zucker - Babytee soll künftig ungesüßt verkauft werden.
Quelle: imago

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) will Zucker und süßende Zutaten in Produkten wie Babytee und Kindermilch verbieten. "Dieses Süßen schadet unseren Kindern", sagte Klöckner der "Bild"-Zeitung. Sie plane daher ein Verbot von zusätzlichem Zucker und anderen süßenden Zutaten etwa in Baby- und Kindertees. Babys dürften nicht auf Zucker und Süße konditioniert werden. Wer als Baby schon an den Geschmack von Zucker gewöhnt sei, werde auch später im Leben nicht darauf verzichten wollen.

Klöckner will dem Bericht zufolge bis Ende 2019 eine gesetzliche Regelung für das Verbot schaffen. Außerdem will sich die Ministerin bei der EU-Kommission in Brüssel für ein Verbot von gesüßten Kinderkeksen einsetzen. An Kinder gerichtete Werbung ungesunder Produkte habe sie "natürlich auch mit im Blick", sagte Klöckner.

Pizzen sollen schrumpfen

Ernährungsministerin Julia Klöckner (CDU).
Julia Klöckner hat eine freiwillige Vereinbarung mit der Lebensmittelindustrie getroffen.
Quelle: Christoph Schmidt/dpa

Klöckner verteidigte dagegen ihre freiwillige Vereinbarung mit der Ernährungsindustrie über weniger Fett, Zucker und Salz in Fertigprodukten. "Freiwilligkeit sollte immer die erste Wahl sein", sagte Klöckner. "Und wenn wir zum Ziel über freiwillige Vereinbarungen kommen, ist dies besser als der gesetzliche Weg." Freiwilligkeit müsse aber natürlich auch überprüfbare Ergebnisse bringen, fügte Klöckner hinzu. "Klar ist: Sollte sich die Ernährungsindustrie nicht an unsere Vereinbarungen halten, werde ich gesetzliche Vorgaben machen", sagte die CDU-Vizechefin. "Ich bin aber zuversichtlich, dass es gar nicht so weit kommen muss." Die Wirtschaft erkenne selbst, "dass sie mitziehen muss".

Die Vereinbarung sieht der Zeitung zufolge auch vor, dass die Portionsgrößen von Fertigprodukten schrumpfen sollen. So könnten Tiefkühlpizzen und Softdrink-Flaschen kleiner werden.

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