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Klöckner zu Bauernprotesten - "Unsere Landwirtschaft ist nachhaltig"

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Tausende Landwirte protestierten heute gegen die Agrarpolitik der Bundesregierung. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner appelliert im ZDF-Interview an die Verbraucher.

In der Diskussion um mehr Tierwohl appelliert Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) an die Verbraucher. "Wer von den Landwirten mehr Tierwohl verlangt, der muss aber auch bereit sein, mehr fürs Tierwohl zu zahlen."

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Mit Tausenden Traktoren auf den Straßen Berlins und einer Großkundgebung vor dem Brandenburger Tor haben Bauern aus ganz Deutschland gegen die Agrarpolitik der Regierung demonstriert. Sie protestierten gegen zu weitreichende Umwelt- und Naturschutzvorschriften und forderten mehr Respekt und Anerkennung für ihre Arbeit.

Die Reaktion von Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU): Sie hat die geplanten Neuregelungen zum Umwelt- und Tierschutz verteidigt und mehr Beteiligung der Landwirte angeboten. Außerdem nimmt sie bei der Diskussion um das Tierwohl den Verbraucher in die Pflicht.

"Wer von den Landwirten mehr Tierwohl verlangt, der muss aber auch bereit sein, mehr fürs Tierwohl zu zahlen", sagte Klöckner im ZDF-Mittagsmagazin. So würden die Bauern beispielsweise mehr Biomilch absetzen wollen, doch die Nachfrage bei den Konsumenten sei zu gering. "Landwirte müssen von dem, was sie produzieren, auch leben können. Und sie produzieren auf Dauer nichts, was nicht auch verkauft werden kann."

Klöckner verspricht Landwirten mehr Mitspracherecht

Der Protest in Berlin richtet sich unter anderem gegen geplante schärfere Vorgaben zum Insekten- und Umweltschutz und weitere Düngebeschränkungen zum Schutz des Grundwassers. Dadurch würden landwirtschaftliche Betriebe in ihrer Existenz gefährdet, argumentieren die Bauern. Bei einer Protestkundgebung versprach Klöckner vor mehreren Tausend Landwirten: Beim Insektenschutz solle künftig jede Maßnahme mit den Bauern besprochen und auf ihre Wirkung hin untersucht werden.

Immer mehr Erwartungen an die Landwirtschaft

Im ZDF-Interview zeigt sich die Ministerin verständnisvoll. Es würden von allen Seiten immer mehr Erwartungen an die Landwirtschaft formuliert. "Aber selbst will man leben wie bisher, das wird nicht gut gehen", appellierte Klöckner an die Verbraucher. Es sei deshalb gut, dass bei dem heutigen Protest der "ländliche Raum in die städtische Bevölkerung mit eindringt."

Tausende Bauern sind aus ganz Deutschland zu einer Demonstration nach Berlin gekommen und haben mit ihren Traktoren die Hauptstadt verstopft. Am Brandenburger Tor protestieren sie gegen die Agrarpolitik der Bundesregierung.

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Die Bundesregierung wolle die Landwirtschaft bei den Umstellungen, die von ihnen gefordert werden, unterstützen. Viele Bauern würden bereits Umweltmaßnahmen auf ihren Äckern umsetzen. "Aber wir müssen noch ein bisschen weitergehen und die Landwirte dafür, was es mehr kostet, auch entschädigen." Klöckner warnte im Interview auch davor, den Landwirten fehlende Nachhaltigkeit vorzuwerfen und den Begriff pauschal zu benutzen. "Unsere Landwirtschaft ist nachhaltig, sie denkt in Generationen", betont die Ministerin.

Rasantes Bevölkerungswachstum, zunehmende Verstädterung, Klimawandel und ausgelaugte Böden - die Produktion unserer Nahrungsmittel wird zu einer immer größeren Herausforderung. Sind senkrechte Farmen eine Lösung?

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