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Homöopathische Mittel - Koalitionspolitiker gegen Kassen-Zahlung

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In Frankreich zahlen die Kassen künftig nicht mehr für homöopathische Mittel. Das hat die Debatte hierzulande neu entfacht. Koalitionspolitiker plädieren für den französischen Weg.

Homöopathische Präparate
Homöopathische Mittel: Sollen auch Kassen in Deutschland die Zuzahlungen streichen?
Quelle: dpa

Nach den Kassenärzten haben sich auch Fachpolitiker der Großen Koalition dafür ausgesprochen, die Zuzahlungen der Krankenkassen für homöopathische Mittel zu streichen.

"Es ist schwer vermittelbar, dass Kosten für Homöopathie teilweise übernommen werden, während an anderer Stelle gespart werden muss", sagte der Vorsitzende des Bundestag-Gesundheitsausschusses, Erwin Rüddel (CDU), dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Deswegen kann ich mir durchaus ein Ende der Erstattungsfähigkeit vorstellen."

"Wirksamkeit nicht nachgewiesen"

Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Sabine Dittmar, sagte, die Wirksamkeit homöopathischer Mittel sei nicht nachgewiesen. "Ich sehe es deshalb kritisch, dass Krankenkassen und damit die Beitragszahlerinnen und Beitragszahler diese Mittel finanzieren."

Die FDP argumentiert ähnlich: "Jeder, der Homöopathie befürwortet, soll sie auch weiter erwerben können. Aber auf Selbstzahlerbasis", sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der Liberalen, Christine Aschenberg-Dugnus.

Der Linken-Politiker Harald Weinberg hält die Debatte jedoch für überzogen. Die Kosten für Homöopathie für die Krankenkassen seien extrem niedrig, es gebe wichtigere Probleme.

Im Nachbarland Frankreich sollen homöopathische Mittel ab 2021 nicht mehr von der Kasse erstattet werden. In Deutschland sind sie kein Bestandteil des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenversicherungen. Allerdings erstatten viele Kassen Behandlungskosten für Naturheilverfahren - auch aus Marketinggründen.

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