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Gipfel in Hamburg - G20: Saudi-Arabiens König kommt nicht

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Ist es die Katar-Krise? Oder doch die Gesundheit? Saudi-Arabiens König Salman hat seine Teilnahme am G20-Gipfel abgesagt. Über die Gründe ist nichts bekannt.

Im Ringen um die Macht am Golf wurde das Ultimatum an Katar um 48 Stunden verlängert. Saudi-Arabien sieht in Katar den Geldgeber für die Anschläge im Land und gemeinsam mit Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emiraten und Ägypten hatten sie 13 …

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Saudi-Arabiens König Salman und sein Sohn, Kronprinz Mohammed bin Salman, haben ihre Teilnahme am G20-Gipfel in Hamburg Ende der Woche abgesagt. "Ich kann bestätigen, dass wir diese offizielle Mitteilung erhalten haben", sagte der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert. Zu den Gründen wollte er sich nicht äußern. Nach Angaben der saudischen Botschaft in Berlin soll Staatsminister Ibrahim al-Assaf die Delegation des Königreiches beim Treffen der Wirtschaftsmächte leiten.

In diplomatischen Kreisen in Riad hatte es zunächst geheißen, der 81 Jahre alte König werde wegen der aktuellen Krise am Golf um Katar nicht an dem Gipfeltreffen teilnehmen. Er habe aus dem gleichen Grund auch Termine in Saudi-Arabien verschoben. Zuvor war allerdings auch spekuliert worden, ob er wegen seines Gesundheitszustands die Reise überhaupt antreten könne.

Ultimatum verlängert

Saudi-Arabien führt eine Gruppe arabischer Staaten an, die dem Emirat Katar Unterstützung von Terroristen vorwerfen und ihre diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen zum Emirat gekappt haben. Die Staaten haben ein Ultimatum an Katar zur Erfüllung von 13 Forderungen bis Mittwoch verlängert. Sie fordern von dem Golfemirat unter anderen die Schließung seines Nachrichtensenders Al-Dschasira und eines türkischen Militärstützpunktes.

Außenminister Sigmar Gabriel ist am Montag in die Golfregion gereist. In Saudi-Arabien will er mit Außenminister Adel al-Dschubeir zusammentreffen. Anschließend stehen die Vereinigten Arabischen Emirate auf dem Reiseplan. Am Dienstag will Gabriel auch Katar selbst besuchen, am Mittwoch Kuwait. "Wir ergreifen nicht Partei", sagte der SPD-Politiker vor seiner Abreise. "Aber: Der Konflikt am Golf geht nicht nur die an, die dort miteinander im Zwist liegen, sondern betrifft auch uns und unsere Interessen."

Nach Angaben seines Sprechers wird Gabriel selbst keine Vermittlerrolle übernehmen. Vielmehr gehe es für ihn darum, worin die "Gefahren einer Eskalation" liegen und welche Möglichkeiten es gebe, die Situation wieder zu entspannen.

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