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GroKo-Einigung - Diese Koalition muss liefern, was sie verspricht

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Dieser Kommentar richtet sich an die Kleingeister, Besserwisser, Miesmacher, die von Stillstand reden. Denen sei gesagt: Wer lesen will, ist klar im Vorteil.

Der Kommentar des stellvertretenden Chefredakteurs des ZDF, Elmar Theveßen, zur Einigung zwischen Union und SPD auf eine Große Koalition.

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Da steht auf knapp 180 Seiten mit vielen Worten in Wirklichkeit ein Satz: Wir kümmern uns – endlich.

Denn diese Koalition verspricht, was jeder Bürger von seiner Regierung zu Recht erwartet: Dass sie dafür sorgt, dass Schulen Personal und neueste Technik haben, dass es Familien und Kinder besser geht, dass man sich in Deutschland sicher fühlen kann, dass es keinen Kontrollverlust mehr gibt, dass Arbeit, Gesundheit, Steuern, Wohnen, Rente gerechter werden, dass Umwelt mehr geschützt wird, dass Europa zu der Einigkeit zurückfindet, die jahrzehntelang Freiheit, Sicherheit und Wohlstand garantierte, und dass Hass und Menschenverachtung in Deutschland keine Chance haben. Die Maßnahmen dazu sind – lesen Sie es nach - konkret beschrieben und finanziell gedeckt.

Führungspersonal weckt Zweifel

Allein das Führungspersonal weckt Zweifel. Alle drei Parteien brauchen dringend neue, starke Köpfe, da fehlt der personelle Aufbruch. ABER wer auch alles andere mit der Floskel "kein großer Wurf" erschlagen und Ängste schüren will, der hat ein Bild von Deutschland wie Trump von Amerika – Nein, dieses Land steht auch dank der letzten GroKo nicht am Abgrund, wird auch nicht plattgemacht von anderen. Eine große Koalition als Schreckgespenst verteufeln, aber gleichzeitig eine Minderheitsregierung als kraftvoll anpreisen? – so ein Blödsinn.

Ja, die SPD hat keinen inhaltlichen Leuchtturm, aber vier Leuchtturmressorts. Und ja, das wird viele in der CDU wütend machen. Angela Merkel hat massiv Macht eingebüßt. Aber was soll das Gerede von Gewinnern und Verlierern? "Entscheidend ist, was hinten rauskommt". Das hat Helmut Kohl einmal gesagt.

Die letzten vier Jahre kam zu wenig raus für die Bürger. Nur so konnte die AfD in den Bundestag kommen. Jetzt sitzt sie drin. Aber die Groko-Parteien werden nur dann die AfD klein- und sich selbst wieder großregieren können, wenn sie liefern. Wenn die Versprechen von heute nicht erfüllt werden, dann werden Merkel, Seehofer, Schulz und Scholz abgewählt, wie einst auch Helmut Kohl.

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