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Macrons Weckruf ist dringender denn je

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Nato "hirntot"? Ein Kommentar - Macrons Weckruf ist dringender denn je

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In der Weltpolitik ist die Nato oft nur noch Zuschauer. Deshalb muss das Bündnis die Kritik Macrons ernst nehmen - und sich dringend neu erfinden.

Kommentar: Stefan Leifert zur Nato
Populistisch, aber richtig: ZDF-Korrespondent Stefan Leifert zu Macrons Nato-Aussagen.
Quelle: ZDF/DPA

Macron hat recht: die Nato steht auf dünnem Eis. Mit US-Präsident Trump hat sich das wichtigste Mitglied aus der gemeinsamen transatlantischen Außen- und Sicherheitspolitik quasi verabschiedet; mit dem türkischen Präsidenten Erdogan hat sich das östlichste Mitglied Russland zugewandt; und mit der deutschen Abkehr vom 2-Prozent-Ziel hat sich das wichtigste europäische Land unglaubwürdig gemacht.

Auch wenn "hirntot" dem Populismus-Vokabular des französischen Präsidenten entspringt, ist Macrons Weckruf dringender denn je. Vor allem der Syrien-Krieg führt vor Augen, wie sehr die Nato in der Weltpolitik vom Gestalter zum Zuschauer geworden ist. Putin, Iran und Erdogan haben in der Gestaltung der Nachkriegsordnung Syriens freie Bahn - Hand in Hand mit Assad.

Nato wäre gut beraten, sich neu zu gründen

Macrons Warnung ist strategisch platziert: Deutschland beginnt über seine wachsende Verantwortung in der Welt zu debattieren; im Syrien-Konflikt schließt sich bald das Fenster, um noch mitzumischen; und Anfang Dezember feiert die Nato in London ihren 70. Geburtstag. Die Nato wäre gut beraten, statt Geburtstagsparty eine Neugründung zu versuchen.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron

Bündnis in der Krise -
Präsident Macron erklärt Nato für "hirntot"
 

In einem Interview findet Frankreichs Präsident Emmanuel Macron drastische Worte für den Zustand von Nato und EU. Seine Begründung: das Verhalten von Türkei, USA und Deutschland.

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