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Hoffnungslos zerrissen - das Ende der GroKo

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Kommentar zum Nahles-Rückzug - Hoffnungslos zerrissen - das Ende der GroKo

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Andrea Nahles gibt auf - die SPD zeigt sich wund. Noch hält die Union an der Großen Koalition fest, auch aus Angst vor Neuwahlen. Aber die Zeit scheint reif für neue Bündnisse.

Kommentar von heute-journal Redaktionsleiter Wulf Schmiese zum Rücktritt von Andrea Nahles.

Beitragslänge:
1 min
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Danke, Andrea Nahles! Als das Land Sie brauchte, haben Sie mit Ihrer SPD die Große Koalition fortgesetzt. Weil es keine brauchbare Merheit gab. 15 Monate hat dieses Bündnis das Land seit der letzten Bundestagswahl regiert - und wenn wir ehrlich sind: gar nicht so schlecht.

Schwerste innere Kämpfe

Doch Dank half der SPD selten. Seit 100 Jahren ist die SPD immer wieder als Helfer in der Not eingesprungen, hat Vaterland vor Partei gestellt, und musste dafür stets schwerste innere Kämpfe aushalten. Nahles erging es da nicht besser als zig ihrer Vorgänger seit Friedrich Ebert.

Neu aber ist, dass es diesmal nicht einmal einen natürlichen Nachfolger für Nahles gibt. Das zeigt, wie hoffnungslos zerrissen die SPD inzwischen ist.

Angst der CDU vor Neuwahlen

Die Union setzt dennoch auf den Fortbestand dieser Großen Koalition. Sie will an einer Partei als Partner festhalten, der nicht einmal mehr die eigene Vorsitzende noch traut. Inzwischen gäbe es laut Umfragen eine neue Mehrheit - eine schwarz-grüne. Doch die CDU hat Angst vor Neuwahlen. Weil die Grünen sie dabei überflügeln könnten.

Tatsächlich aber wachsen die Grünen in der Opposition noch viel schneller. Das "Weiter so" ist für die Union daher das viel größere Wagnis.

GroKo sollte rasch enden

Die jetzige Regierungskoalition sollte nun rasch beendet werden. Die wunde SPD muss sich in Ruhe neu aufstellen. Und CDU wie CSU müssen die Ära Merkel - Seehofer hinter sich lassen. Die Grünen müssen beweisen, dass sie nicht nur eine Partei der Zukunfts-Versprechen ist. Die Zeit scheint reif zu sein für ein anderes, ein neues Bündnis.

Wulf Schmiese ist Redaktionsleiter der ZDF-Sendung "heute journal".
Dem Autor auf Twitter folgen: @wulfschmiese

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