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GroKo-Ja der SPD - SPD: Chaos bei sich, um Chaos fürs Land zu verhindern

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Land vor Partei: Das war schon oft die Maxime in der SPD und steckt auch im "Ja" zur nächsten GroKo. Nun muss die Partei geschlossen auftreten. Ein Kommentar von Wulf Schmiese.

"Monatelang schwankte die SPD zwischen dem Wohl der Partei und dem des Landes. Nun hat sie sich endlich entschieden - und zwar für das Land", kommentiert Wulf Schmiese, "heute journal"-Redaktionsleiter.

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Monatelang schwankte die SPD zwischen dem Wohl der Partei - und dem des Landes. Nun hat sie sich endlich entschieden - und zwar für das Land. Wie so oft in ihrer langen Geschichte. Wenn es drauf ankam, hat die SPD nie gekniffen. Immer hat sie einen Teil ihrer selbst geopfert, um Chaos zu verhindern.

Schon vor hundert Jahren war das so - da stand Deutschland wirklich am Abgrund. Und Friedrich Ebert bekämpfte die eigene Linke - um einen demokratischen Staat zu ermöglichen.

Land VOR Partei

Land vor Partei. Das galt auch für Willy Brandt - bei der allerersten Großen Koalition. Für Helmut Schmidt - beim NATO-Doppelbeschluss. Und für Gerhard Schröder mit seiner Agenda 2010.

Jedes Mal riss der SPD dabei links ein Stück ab. Auch diesmal könnte das passieren.

SPD muss nun geschlossen handeln

Denn ja: natürlich wäre die SPD als Oppositionsführerin wichtig gewesen. Es gab gute Argumente gegen die GroKo. Doch nun wurde FÜR sie gestimmt. Und die ganze SPD sollte ihren Widerwillen ablegen.

Denn Opponieren und Regieren, das geht schief. Die dauernde Selbstkritik, das gegenseitige Schlechtreden, das hat die SPD während ihrer vielen Regierungsjahre so schrumpfen lassen. Dass diesmal schon vor dem Regieren heftig gestritten wurde, könnte der SPD nützen. Denn nur durch den Druck der GroKo-Gegner hat sich die erschöpfte Partei blitzerneuert.

Es würde ihr weiter helfen, das als Gemeinsamen Sieg zu feiern. Anstatt den alten Fehler zu wiederholen: Widerstand gegen eine Regierung, der man selbst angehört. Denn damit kann am Ende niemand groß oder auch nur größer herauskommen.

Dem Autor auf Twitter folgen: @wulfschmiese

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