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UN werfen Israel Verstöße vor

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Kommission zu Menschenrechten - UN werfen Israel Verstöße vor

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Bei Auseinandersetzungen am Gazastreifen sind 2018 hunderte Menschen getötet worden. UN-Experten werfen israelischen Soldaten Menschenrechtsverletzungen vor.

Zusammenstöße an der Grenze zwischen Israel und Gaza. Archivbild
Zusammenstöße an der Grenze zwischen Israel und Gaza. Archivbild
Quelle: Wissam Nassar/dpa

Israelische Soldaten haben nach Ansicht von UN-Experten bei gewalttätigen Auseinandersetzungen am Gazastreifen 2018 Menschenrechte verletzt. Darunter könnten Kriegsverbrechen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit gewesen sein, "die Israel umgehend untersuchen muss", teilte die UN-Untersuchungskommission mit.

Bei Auseinandersetzungen mit israelischen Soldaten sind an der Gaza-Grenze nach palästinensischen Angaben mehr als 250 Menschen getötet worden. Ein israelischer Soldat wurde erschossen.

Israels Außenminister: "Feindselig, verlogen und einseitig"

Israels Außenminister Israel Katz wies den Bericht als "feindselig, verlogen und einseitig" zurück. "Niemand kann Israel das Recht auf Selbstverteidigung absprechen sowie die Pflicht, seine Einwohner und seine Grenzen vor gewalttätigen Attacken zu schützen", teilte er mit. "Die Hamas-Organisation, deren erklärtes Ziel die Zerstörung des Staates Israel ist, drängt die Einwohner des Gazastreifens an die Grenze, darunter auch Frauen und Kinder, und sie trägt die Verantwortung."

Der von der radikal-islamischen Hamas beherrschte Gazastreifen ist ein größtenteils von Israel umgebenes Gebiet am Mittelmeer. Seit 30. März 2018 protestieren Einwohner am Grenzzaun für eine Aufhebung der seit Jahren bestehenden Gaza-Blockade sowie die Erlaubnis zur Rückkehr für palästinensische Flüchtlinge in Gebiete, die heute zu
Israel gehören.

Tausende Verletzte im Gazastreifen

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza wurden von Ende März 2018 bis Ende Februar 2019 insgesamt 259 Palästinenser getötet und Tausende verletzt. Die Kommission hingegen bezieht sich nur auf den Zeitraum bis Ende 2018. In der Zeit hätten israelische Scharfschützen am Grenzzaun auf mehr als 6000 unbewaffnete Demonstranten geschossen. 189 Menschen seien getötet worden, 35 davon Minderjährige. Drei hätten Sanitäter-Westen getragen, zwei seien klar als Journalisten zu erkennen gewesen. 122 Menschen hätten Gliedmaßen amputiert werden müssen. Ein israelischer Soldat sei getötet worden, vier seien verletzt worden.

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