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Endgültiger WM-Kader - Löws Überraschung: WM-Aus für Leroy Sané

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Das WM-Aus für Leroy Sané ist eine große Überraschung. Der Ex-Schalker sei im DFB-Team "noch nicht ganz angekommen", begründete Bundestrainer Joachim Löw die Entscheidung.

Verdient hat es - laut Bundestrainer Joachim Löw - niemand, dennoch musste er vier Spieler aus dem WM-Kader streichen. Die wohl größte Überraschung: der junge Offensivspieler Leroy Sané ist in Russland nicht dabei.

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Joachim Löw hätte sich wohl gerne um eine Begründung für das überraschende WM-Aus für Leroy Sané gedrückt. Doch bedrängt von den Reportern sprach der Bundestrainer auf dem Weg zum Auto nach der Bekanntgabe des endgültigen Aufgebots für die Mission Titelverteidigung in Russland (14. Juni bis 15. Juli) doch noch ein paar Worte des Bedauerns. "Leroy hat riesiges Talent, absolut", sagte Löw und versprach: "Er wird auch bald wieder dabei sein."

"Harte Entscheidung"

Jetzt, beim Griff nach dem fünften Stern, allerdings nicht. "Er ist vielleicht in den Spielen der Nationalmannschaft noch nicht so ganz angekommen. Das hat vielleicht auch ein bisschen den Ausschlag gegeben", sagte Löw. Er habe zwischen Sané und Julian Brandt in einer "harten Entscheidung" den Leverkusener gewählt. An Sanés Auftreten und Einstellung habe es nichts auszusetzen gegeben, beteuerte Löw auf Nachfrage: "Abseits des Platzes gab es gar nichts, wirklich. Leroy hat sich sehr korrekt und gut verhalten."

Sané wie Brandt (beide 22) hätten "große Qualität, beide sind schnell und dribbelstark. Am Ende war es eng", meinte Löw, der links offensiv mit Weltmeister Julian Draxler und Marco Reus starke Alternativen hat. Allerdings: Während Draxler in Paris und Reus in Dortmund, Letzterer auch wegen Verletzungen, mitunter Probleme hatten, spielte Sané bei Manchester City die bislang beste Saison seiner Karriere. Er wurde zum besten Nachwuchsspieler der Premier League gewählt, erzielte 14 Pflichtspieltore und bereitete 19 Treffer vor - auf 33 Torbeteiligungen (in 49 Spielen) kam kein anderer deutscher Nationalspieler.

Kritik von Ballack

Michael Ballack kann Löws Entscheidung daher nicht nachvollziehen. Der Bundestrainer setze sich damit "massivem Druck aus", twitterte er, und wortspielte: "Jogi, nicht dein Sané-Tag heute?!" Jedoch ist die Beziehung zwischen Sané und dem DFB-Team bislang in der Tat eine äußerst unglückliche. Schon sein Debüt in der Terrornacht von Paris im November 2015 gegen Frankreich (0:2) stand - unverschuldet - unter keinem guten Stern. In seinen weiteren elf Länderspielen (kein Tor, eine Vorlage) zeigte Sané viel zu selten, warum Löw ihn gerne eine "Waffe" nennt.

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Bei der EM 2016 kam er beim Halbfinal-Aus gegen Frankreich zu seinem einzigen (Kurz-)Einsatz, den Confed Cup verpasste er wegen einer Nasen-OP. Auch gegen Österreich (1:2) am vergangenen Samstag traf Sané oft falsche Entscheidungen. Löw lobte zwar, der Rastamann habe "sehr gute Defensivarbeit versucht", in seinem eigentlichen Betätigungsfeld aber blieb er blass. Danach, verriet Kapitän Manuel Neuer, habe er im Dialog mit dem Ex-Schalker noch auf dem Platz "über gewisse Situationen gesprochen. Da waren wir beide frustriert." Geahnt habe er da aber nicht, dass es Sané erwischen würde.

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