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"Parteien-Demokratie im Osten extrem dynamisch"

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Parteienforscher Korte - "Parteien-Demokratie im Osten extrem dynamisch"

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Es gibt in den östlichen Bundesländern keine gewachsenen Bindungen an die Parteien, kommentiert Politikwissenschaftler Karl-Rudolf Korte im ZDF das aktuelle Politbarometer.

"Die Parteiendemokratie im Osten ist extrem dynamisch in Bewegung. Es gibt dort keine gewachsenen Bindungen an die Parteien. Insofern entscheidet auch etwas wie ein Tagesplebiszit", erläutert der Duisburger Politikwissenschaftler Karl-Rudolf Korte das Wählerverhalten in den neuen Bundesländern. "Es lohnt also, einen intensiven Wahlkampf zu führen", sagt er mit Blick auf die steigenden Werte der CDU in Sachsen. "Einzeltagesereignisse können auch zu großen Schwankungen führen."

Selbstfindungsprozess schwächt SPD

Dass die Wähler weiterhin verhalten sind bei der SPD, begründet Korte mit dem "Selbstfindungsprozess" der Partei. Die Wähler seien verunsichert über die künftige Parteiführung und ihren Kurs.

Bei den Grünen wiederum macht er zwei Tendenzen aus: Zum einen wendeten sich die Wähler den Grünen zu wegen deren Authentizität und deren klar entgegengesetzter Positionierung zur AfD. Zum anderen könnten die Grünen aber auch genau dort verlieren, "wenn es um Arbeitsplätze geht und viele sich bedroht fühlen durch den Klimahype".

Politbarometer: Deutliche Gewinne für die AfD

Gut eine Woche vor den Landtagswahlen in Sachsen und auch in Brandenburg zeichnen sich deutliche Gewinne für die AfD ab, während die in Sachsen dominierende CDU starke Verluste hinnehmen muss. Für Sachsen ergäben sich die folgenden Projektionswerte: Die CDU käme zurzeit auf 31 Prozent, die Linke auf 14 Prozent, die SPD auf neun Prozent, die AfD auf 25 Prozent, die Grünen auf zehn Prozent, die FDP auf fünf Prozent, die Freien Wähler auf drei Prozent, die FDP auf fünf Prozent und die anderen Parteien zusammen auf drei Prozent.

Und wenn schon am nächsten Sonntag gewählt würde, dann ergäben sich die folgenden Projektionswerte für die Parteien in Brandenburg: Die SPD käme zurzeit auf 21 Prozent, die CDU auf 18 Prozent, die Linke auf 14 Prozent, die AfD auf 20 Prozent, die Grünen auf 14 Prozent und die BVB/Freie Wähler auf vier Prozent, die FDP auf fünf Prozent und die anderen Parteien zusammen auf vier Prozent.

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