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Neue CDU-Chefin - Kramp-Karrenbauer: Kein "Weiter so"

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Ihre Wahl zur neuen CDU-Chefin bedeute kein "Weiter so" in der Partei, sagt Annegret Kramp-Karrenbauer in der ZDF-Sendung "Was nun, ...?".

Die neue CDU-Vorsitzende ist gewählt: 1001 Delegierte haben auf dem CDU-Parteitag die Nachfolgerin der bisherigen Parteichefin Merkel bestimmt, die 18 Jahre lang den Vorsitz innehatte.

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Als Nachfolgerin stehe sie "auf den Schultern von Angela Merkel" - bei dem, was sie positiv in der Partei verändert habe, aber auch bei den schwierigen Punkten, sagte die neue CDU-Vorsitzende, die am späten Freitagnachmittag die Stichwahl gegen ihren Mitbewerber Friedrich Merz mit rund 52 Prozent gewann. "Und die schwierigen Punkte werden wir verändern" - das seien die Arbeitsweise in der Partei und die Klärung von inhaltlichen Positionen.

Die Gefahr einer Spaltung der Partei sieht Annegret Kramp-Karrenbauer nicht. "Ich kann keinen Riss in der Partei erkennen", sagte sie. Alle drei Bewerber haben erklärt, das größte Ziel ist es, die CDU geschlossen zu halten.

Merz weiter einbinden

Auf die Frage, welche Rolle Friedrich Merz künftig spielen werde, sagt Kramp-Karrenbauer: "Ich habe mit Friedrich Merz vereinbart, dass wir uns in den nächsten Tagen noch einmal zusammensetzen werden, um auch darüber zu reden, welche Rolle er in der Partei spielen kann. Es ist die klare Erwartung der Partei, dass jeder von denen, die kandidiert haben, auch dabei bleiben und sich weiter engagieren."

Zu Jens Spahn, der ebenfalls für den CDU-Vorsitz kandidiert hatte und auf dem CDU-Parteitag im ersten Wahlgang etwa 15 Prozent erzielt hatte, sagte sie: "Er ist ein wichtiges Mitglied im Kabinett und spielt dort eine große Rolle", so Kramp-Karrenbauer. "Und es ist auch sein eigener Wunsch, in dieser Kombination die Arbeit fortzusetzen." Wer Generalsekretär wird, entscheide der Parteitag am Samstag.

Kramp-Karrenbauer will Merkel als Kanzlerin unterstützen

"Heute auf dem Parteitag ist sehr deutlich geworden, dass die Partei sich wünscht, dass Angela Merkel Kanzlerin bleibt, und dass sie ihre Arbeit in dieser Legislaturperiode fortsetzen kann." Sie werde deshalb alles daran setzen, ihre Vorgängerin an der Parteispitze darin zu unterstützen, dass sie ihre Arbeit als Bundeskanzlerin fortsetzen könne.

Sie sehe ihre Hauptaufgabe darin, dafür zu sorgen, die Partei in eine Verfassung zu bringen, dass sie künftig überhaupt weiter den Kanzler oder die Kanzlerin stellen kann. "Wenn ich mir das nicht zutrauen würde, dann hätte ich nicht für den Parteivorsitz kandidiert, antwortet sie auf die Frage, ob sie sich eine Kanzlerschaft zutrauen würde. Wichtig sei aber jetzt, im Jahr 2020 die Partei in einem Zustand zu haben, in der sie personell und programmatisch gut aufgestellt sei.

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