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CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer - "Zusammenarbeit und Annäherung an AfD verhindern"

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Deutliche Absage: Wer in ihrer Partei mit der AfD arbeiten wolle, "soll nur mal kurz die Augen schließen, soll sich Walter Lübcke vorstellen", sagt CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer.

CDU-Vorsitzende Kramp-Karrenbauer ist gegen eine Zusammenarbeit ihrer Partei mit der AfD. Zuvor hatten sich einige CDU-Politiker für eine Kooperation auf Landesebene ausgesprochen.

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CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich klar gegen eine Zusammenarbeit ihrer Partei mit der AfD ausgesprochen. Die AfD sei "eine Partei, die zumindest in Teilen oder mit Repräsentanten keine klare Linie zu Rechtsextremismus und Rechtsradikalen zieht", sagte Kramp-Karrenbauer in der ARD-Sendung "Anne Will".

Die AfD schaffe zum Teil das geistige Klima, in dem der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke ermordet wurde. "Jemand, der dann sagt, einer solchen Partei kann man sich annähern - egal ob das Hans-Georg Maaßen ist oder irgendein anderes Mitglied meiner Partei - muss ich sagen: Der soll nur mal kurz die Augen schließen, soll sich Walter Lübcke vorstellen. Der wird nie mehr auf die Idee kommen, dass man mit einer Partei wie der AfD als Christdemokrat zusammenarbeiten kann."

Kramp-Karrenbauer will Parteitagsbeschluss wiederholen

"Ich werde morgen den Bundesvorstand bitten, mir die Prokura zu geben ... jedes Mittel durchzuprüfen, um eine Zusammenarbeit und eine Annäherung an die AfD wirklich auch zu verhindern", sagte Kramp-Karrenbauer. Sie könne sich angesichts des Kurses der AfD nicht vorstellen, dass es "jemals" eine Zeit geben könne, in der es eine Kooperation geben könne. Die Spitzen der CDU würden morgen nochmals den Parteitagsbeschluss betonen, dass es keinen Schulterschluss mit der rechtspopulistischen Partei geben dürfe.

Der ehemalige Verfassungsschutzpräsident Maaßen und zwei CDU-Politiker in Sachsen-Anhalt hatten zuletzt eine Zusammenarbeit mit der AfD in den ostdeutschen Bundesländern nicht kategorisch ausgeschlossen.

Unterstützung bekam Kramp-Karrenbauer vom Thüringer CDU-Chef Mike Mohring, der sich ebenfalls klar gegen eine Zusammenarbeit mit der AfD aussprach. "Die CDU sollte sich klar abgrenzen - nach rechts und nach links", sagte Mohring dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Erfolgreich kann die CDU als bürgerliche Partei nur aus der Mitte heraus sein, und dort gehört der wohlverstandene Konservatismus auch hin. Am rechten Rand haben wir nichts verloren." Zu der Forderung der CDU-Landespolitiker aus Sachsen-Anhalt, das Soziale und das Nationale wieder zu versöhnen, sagte Mohring: "Das klingt nicht nach unserer Welt."

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