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Grüne von Wortwahl irritiert - Kretschmann warnt vor jungen "Männerhorden"

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Grünen-Ministerpräsident Kretschmann sorgt mit Äußerungen zu "Männerhorden" für Stirnrunzeln in der eigenen Partei. Kritik gibt es vor allem an der Wortwahl, nicht in der Sache.

Winfried Kretschmann am 09.11.2018 in Stuttgart
Winfried Kretschmann Quelle: dpa

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann will Flüchtlinge, die in Gruppen Straftaten begehen, von Großstädten fernhalten und auf dem Land verteilen.

Kretschmann: Junge Männerhorden gefährlichtes Produkt der Evolution

"Solche Gruppen muss man trennen und an verschiedenen Orten unterbringen", sagte der Grünen-Politiker der "Heilbronner Stimme" und dem "Mannheimer Morgen". Der Gedanke, einige von ihnen "in die Pampa" zu schicken, sei nicht falsch. "Großstädte sind für solche Leute wegen der Anonymität attraktiv und weil sie dort Gleichgesinnte treffen", sagte der Regierungschef. Beim Grünen-Parteitag in Leipzig, wo Asylpolitik am Samstag Thema war, zeigte man sich irritiert.

"Salopp gesagt ist das Gefährlichste, was die menschliche Evolution hervorgebracht hat, junge Männerhorden. Solche testosterongesteuerten Gruppen können immer Böses anrichten", sagte Kretschmann. Die Vergewaltigung in Freiburg sei ein schlimmes Beispiel, sagte Kretschmann mit Blick auf die mutmaßliche Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen in der Stadt im Breisgau. Dort soll eine 18 Jahre alte Studentin nach einem Disco-Besuch von mehreren Männern vergewaltigt worden sein. Acht Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft - sieben Syrer und ein alter Deutscher.

Grünen-Spitze rügt Wortwahl

Die Grünen-Spitze hat den Vorstoß von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann zu kriminellen Flüchtlingsgruppen in der Sache begrüßt, in der Wortwahl aber kritisiert. "Ich hätte es anders formuliert, aber in der Sache unterstreicht Kretschmann das, wofür wir Grünen lange streiten", sagte Parteichefin Annalena Baerbock. "Rein gar nichts" könne Gewalt gegen Frauen rechtfertigen, auch keine traumatische Fluchterfahrung. Es gebe Strukturen, die Gewalt förderten. "Daher haben wir immer gesagt, dass es für Asylsuchende dezentrale Unterbringung geben muss. Das ist die beste Prävention."

Die Grünen haben sich auf ihrem Parteitag in Leipzig von den umstrittenen Aussagen ihres Parteimitglieds Kretschmann distanziert. ZDF-Korrespondentin Patricia Wiedemeyer berichtet.

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Der Fraktionschef der Grünen im Bundestag, Anton Hofreiter, rügte ebenfalls Kretschmanns Wortwahl: "Man sollte gerade bei heiklen Themen auf seine Sprache achten", sagte er dem Sender Phoenix. "Ich finde die Sprache zwar problematisch, aber Winfried Kretschmann bringt es auf den Punkt, warum die Ankerzentren von Innenminister Seehofer und CDU/CSU nicht nur inhuman sind, sondern zu einem Sicherheitsproblem führen."

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