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Sondierungen: Kretschmann sauer - "So geht es mal nicht weiter"

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Winfried Kretschmann (Grüne), der eigentlich als einflussreicher Befürworter einer Jamaika-Koalition gilt, ist sauer: "So geht es mal nicht weiter", sagte er in Richtung der CSU.

Winfried Kretschmann am 12.11.2017 auf dem Weg zu den Jamaika-Sondierungsgesprächen in Berlin
Quelle: epa

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) ist der Kragen geplatzt. Grund waren erneute Angriffe der CSU-Politiker Alexander Dobrindt und Andreas Scheuer gegen die Grünen. "So geht es mal nicht weiter", sagte Kretschmann am Mittwochabend in Berlin vor der Fortsetzung von Sondierungen über ein Jamaika-Bündnis.

CSU-Landesgruppenchef Dobrindt und CSU-Generalsekretär Scheuer hatten den Grünen wiederholt vorgeworfen, sie würden in den Verhandlungen blockieren. So sagte Scheuer mit Blick auf grüne Positionen beim Thema Migration: "Wir sind ja nicht im Stuhlkreis der Grünen Jugend, sondern müssen das umsetzen, was uns die Wähler als Auftrag gegeben haben." CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt warf den Grünen vor, in der Verkehrspolitik auf "Uraltforderungen aus der grünen Mottenkiste" zu beharren.

In der Flüchtlingspolitik zeichnet sich keine Einigung zwischen den Jamaika-Sondierern ab. Die Positionen zum Familiennachzug liegen weit auseinander.

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Kretschmann: "Nein, das klingt nicht optimistisch"

Der sichtlich genervte Kretschmann sagte dazu: "Entweder verhandelt man, dann verhandelt man, dann lässt man pauschale Angriffe auf andere Seiten mal beiseite, und zwar radikal, oder ich werde den Verdacht nicht los, dass diese Herren das gar nicht wollen, dass hier konstruktiv und erfolgreich verhandelt wird. Dann sollen sie es sagen." Dobrindt und Scheuer müssten "endlich Schluss" machen mit ihren Angriffen gegen die Grünen.

Auf den Hinweis, das klinge nicht optimistisch für die Verhandlungen, meinte Kretschmann: "Nein, das klingt nicht optimistisch." Kretschmann gilt eigentlich als einer der einflussreichsten und kompromissbereitesten Fürsprecher einer Koalition mit CDU, CSU und FDP bei den Grünen. So hatte er vergangene Woche der Bild-Zeitung gesagt: "Jeder Preis, den wir zahlen, ist geringer, als wenn es Neuwahlen gibt."

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