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Krise am Golf - Erdogan stärkt Katar den Rücken

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Nach den Sanktionen arabischer Staaten haben sich Iran und die Türkei hinter Katar gestellt. Das führt dazu, dass in Dohas Supermärkten türkische statt saudische Milch verkauft wird. Der türkische Präsident Erdogan hat bekräftigt, dass seine Soldaten in Katar bleiben, um Beistand zu leisten.

Katar ist das reichste Land der Welt. Zur Zeit ist der Mini-Wüstenstaat von seinen arabischen Nachbarn isoliert. Was bedeutet die Blockade für die Menschen im Emirat? Und für die WM 2022?

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Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat die Forderung arabischer Staaten nach einem Ende der militärischen Kooperation seines Landes mit Katar als "Respektlosigkeit" bezeichnet. "Wenn wir mit irgendeinem Land ein Verteidigungsbündnis abschließen, fragen wir etwa jemanden um Erlaubnis?", sagte Erdogan nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu am Sonntag vor Journalisten in Istanbul.

Türkei hat Militärbasis in Katar

Die Türkei sei kein gewöhnlicher Staat. "Deswegen ist ein Ansatz, wie von der Türkei den Abzug der Soldaten zu verlangen, auch gegen die Türkei eine Respektlosigkeit", sagte Erdogan. Die Übermittlung der Forderungsliste an Katar verstoße zudem gegen internationales Recht.

In der diplomatischen Krise mit Katar hatten Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate am Donnerstag eine Forderungsliste mit 13 Punkten an Doha übergeben. Die Vorgaben verlangen unter anderem, dass das Emirat die Beziehungen zu Iran einschränkt, den Sender Al-Dschasira schließt und die militärische Kooperation mit Ankara beendet.

Die Türkei unterhält eine Militärbasis in Katar, die Teil eines Verteidigungsabkommens aus dem Jahr 2014 ist. Erst kürzlich hatte das Parlament in Ankara einen Ausbau der Zusammenarbeit und eine Stationierung zusätzlicher Truppen beschlossen. Erdogan ist ein enger Verbündeter der Führung Katars, pflegt allerdings auch gute Beziehungen zu anderen Golfstaaten.

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