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Hoffnung in Venezuela - Maduro akzeptiert Gespräche mit Opposition

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Seit vier Monaten gibt es in Venezuela fast täglich Anti-Regierungsproteste, oft begleitet von Straßenschlachten. Nun hat Präsident Nicolás Maduro eine Einladung zum Dialog mit der Opposition akzeptiert. Die hat jedoch klare Forderungen, die zuvor erfüllt werden sollen.

Marlene Reyes trifft täglich eine schwierige Entscheidung: Medikamente oder Lebensmittel kaufen? Das Geld fehlt. Sie pflegt ihren kranken Vater. Die mangelhafte Versorgung im Land treibt Venezuela fast in den Kollaps.

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Anlass für die Bewegung in der Krise war eine Einladung der Dominikanischen Republik und des ehemaligen spanischen Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero an beide Seiten, erneut einen Dialog zu beginnen.

Zapatero schrieb in einem Brief gemeinsam mit dem Außenminister der Dominikanischen Republik, Miguel Vargas, beide seien überzeugt, dass es noch immer einen Weg für eine friedliche Lösung des Konflikts gebe. Gespräche sollten "mit maximalem Respekt für die Prinzipien der Demokratie, der Menschenrechte, des sozialen Engagements und der nationalen Souveränität" geführt werden.

Auch die Opposition ist bereit zu Gesprächen

Auch die Opposition erklärte in einer Mitteilung, sie wolle Repräsentanten für die Gespräche schicken. Zugleich betonte das oppositionelle Wahlbündnis MUD jedoch, dass noch kein neuer Dialog begonnen habe. "Um ernsthafte Verhandlungen zu beginnen, fordern wir eine sofortige Handlung, die die wahrhaftige Bereitschaft zeigt, die nationalen Probleme lösen zu wollen - und nicht Zeit zu gewinnen."

Ein Zeitplan für die vorgeschlagenen Gespräche wurde nicht veröffentlicht. UN-Generalsekretär António Guterres sagte, er unterstütze eine neue Verhandlungsrunde. Die politischen Akteure in Venezuela müssten die Gelegenheit nutzen, ihren Willen zu einer Konfliktlösung mit friedlichen Mitteln zu verdeutlichen.

Mindestens 120 Tote seit Beginn des Konflikts

Die Opposition hatte im vergangenen Jahr vom Vatikan geführte Gespräche verlassen. Sie warf der sozialistischen Regierung im Land vor, Versprechungen an die politischen Gegner nicht zu erfüllen - darunter etwa, einen Zeitplan für Wahlen aufzustellen und politische Gefangene zu befreien.

Seither eskalierte die Krise, vier Monate lang gab es fast täglich Anti-Regierungsproteste, die oftmals in Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften endeten und mindestens 120 Menschen das Leben kosteten. Seit der Einrichtung eines mächtigen Verfassungsgremiums, das der Regierung treu ergeben ist und das Parlament des Landes ersetzen soll, haben die Demonstrationen stark nachgelassen.

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