Krisensitzung nach Krawallnacht in Katalonien

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Über 180 Verletzte - Krisensitzung nach Krawallnacht in Katalonien

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Mehr als 180 Verletzte und Dutzende Festnahmen - Katalonien hat die fünfte Krawallnacht in Folge hinter sich. Die Regionalregierung berät in einer Krisensitzung über die Lage.

Ausschreitungen in Barcelona
Ausschreitungen in Barcelona
Quelle: ap

Nach der fünften Nacht mit gewalttätigen Protesten in Folge ist die Regionalregierung in Katalonien zu einer Krisensitzung in Barcelona zusammengekommen. Ministerpräsident Quim Torra beriet die Lage unter anderem mit Innenminister Miquel Buch und anderen Kabinettsmitgliedern.

Innenminister Buch: Gewalt extrem wie nie

Buch hatte dem TV-Sender La Sexta zuvor gesagt, "eine solche extreme Gewalt" habe es in Katalonien "noch nie gegeben". Spanischen Medienberichten zufolge wurden in der Region Katalonien mehr als 180 Menschen verletzt. Rettungskräfte zählten, allein in Barcelona 152 Verletzte. In Barcelona werde am Samstag auch der Innenminister der spanischen Zentralregierung, Fernando Grande-Marlaska, erwartet, hieß es.

Wie die Regional-Behörden in einer jüngsten Bilanz am Samstag mitteilten, wurden am Freitag in ganz Katalonien 83 Demonstranten festgenommen, viele von ihnen seinen noch minderjährig. Unter den Festgenommen war nach Medienberichten auch ein Fotograf der Zeitung "El País".

Gewalttätigste Nacht seit Urteilen gegen Separatisten

Vor den nächtlichen Unruhen hatten nach Polizeischätzung allein in Barcelona rund 525.000 Menschen friedlich gegen die Verurteilung von neun Separatistenführern sowie für mehr Selbstbestimmung demonstriert.

Dann eskalierten die Proteste. Radikale Demonstranten, die Barrikaden errichtet hatten, warfen Steine und Metallgegenstände auf Polizisten, wie AFP-Reporter berichteten. Die Beamten reagierten mit dem Einsatz von Tränengas und Gummigeschossen. Dutzende Pflastersteine wurden aus den Gehwegen gerissen.

Proteste und Unruhen gab es am Tag eines von den Separatisten ausgerufenen Generalstreiks auch in anderen katalanischen Städten wie Tarragona, Lleida und Girona.

Nach übereinstimmender Einschätzung von Medien und Politikern war es die gewalttätigste Nacht seit dem Wiederaufflammen des Konfliktes nach Bekanntgabe der Urteile am vorigen Montag. Die Zahl der gewalttätigen Demonstranten wurde auf mehr als 4.000 geschätzt.

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