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Kritik an der Deutschen Post - Portoerhöhung für Abo-Zeitungen

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Für die Erhöhung des Portos für Abo-Zeitungen erntet die Post Kritik. Sie selber begründete die Steigerung mit einer "verschärften Kostensituation".

Post erhöht Porto für Abo-Zeitungen. Archivbild
Post erhöht Porto für Abo-Zeitungen. Archivbild
Quelle: Julian Stratenschulte/dpa

Die Portoerhöhung für die Zustellung der Zeitungen per Post macht einigen Blättern zu schaffen. Nach Angaben des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) habe die Post nach einer Gewinnwarnung die Preise für 2019 für den Abo-Vertrieb im Alleingang erhöht, sagte Christian Eggert, Leiter Verlagswirtschaft beim BDZV.

Seit 15 Jahren habe es mit der Deutschen Post AG immer einvernehmliche Gespräche über die Preisentwicklung gegeben, betonte Eggert.

"Junge Welt" beklagt Steigerung von 28,5 Prozent

Überproportional von der Erhöhung betroffen seien Zeitungen in der Gewichtsklasse bis 100 Gramm, sagte Eggert. Dazu gehören neben der "jungen Welt" aus Berlin auch einige Regionalblätter. Die "junge Welt" erklärte, statt der bereits 2017 angekündigten Erhöhung von 2,8 Prozent für das kommende Jahr, solle der Verlag jährlich 90.000 Euro zusätzlich bezahlen. Das entspreche eine Steigerung von 28,5 Prozent. Dieses kurzfristige Vorgehen gefährde die Existenz des Blattes.

Die Post begründete die Steigerung mit einer "verschärften Kostensituation". Das Unternehmen erklärte, höhere Lohn- und Transportkosten sowie überproportional hohe Mengen an Sendungsrückgängen hätten zu der Preiserhöhung geführt. Bei den Zeitungen seien die Kosten höher als bei anderen Pressepublikationen. Die Post werde aber den Presseversandpreis auf 95 Cent deckeln.

Nach BDZV-Angaben wird etwa zehn Prozent der Zeitungs- Abonnementauflage in Deutschland über die Post zugestellt. Das Gewicht der Zeitungen liege im Durchschnitt bei 160 Gramm. Ab 600 Gramm ist der Preis gedeckelt.

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