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Kühler Empfang erwartet - Trump besucht El Paso und Dayton

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Der US-Präsident will die Tatorte der jüngsten Massaker besuchen. Doch Donald Trump ist dort nicht unbedingt willkommen.

US-Präsident Donald Trump. Archivbild
US-Präsident Donald Trump. Archivbild
Quelle: Carolyn Kaster/AP/dpa

Nach den Schusswaffenattacken in El Paso und Dayton erwartet US-Präsident Donald Trump bei einem Besuch der Städte ein kühler Empfang. Politiker und Bewohner haben Kritik am Besuch des Präsidenten geübt. Ihm wird vorgeworfen, mit seiner aggressiven Rhetorik selbst Rassismus und Gewalt zu schüren.

Ein 21-Jähriger hatte am Samstag im texanischen El Paso an der Grenze zu Mexiko 22 Menschen erschossen. 13 Stunden später tötete ein 24-Jähriger in Dayton (Ohio) neun Menschen, bevor er von der Polizei erschossen wurde.

"Hier nicht willkommen"

Die demokratische Kongressabgeordnete Veronica Escobar aus dem mehrheitlich von Latinos bewohnten El Paso warf dem Präsidenten im Vorfeld des Besuchs vor, eine Mitschuld an dem Angriff in der texanischen Stadt zu tragen. Trump solle daran denken, "dass seine Worte und Taten Anteil hieran hatten". "Aus meiner Sicht ist er hier nicht willkommen", sagte sie dem Sender MSNBC.

Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Beto O'Rourke schrieb im Kurzbotschaftendienst Twitter, Trump habe dabei geholfen, "den Hass, der die Tragödie vom Samstag möglich gemacht hat, zu schaffen". "Wir brauchen nicht noch mehr Spaltung", schrieb O'Rourke, der in El Paso aufgewachsen ist. "Unsere Wunden müssen heilen. Er hat hier nichts zu suchen."

Sprecherin: Trump will Trost spenden und Opfer gedenken

Der Ortsvorsitzende der republikanischen Partei, Adolpho Telles, verteidigte den Besuch des Präsidenten in der Stadt, sagte dem Sender CNN allerdings, Trump müsse mit seiner Wortwahl vorsichtiger sein. Die Bürgermeister beider Städten machten Vorbehalte gegen den Besuch des Präsidenten deutlich.

El Pasos Bürgermeister Dee Margo hob hervor, dass er den Präsidenten empfange, weil es seine Pflicht sei. Die Bürgermeisterin von Dayton, Nan Whaley, erklärte, sie werde den Präsidenten treffen und ihm sagen, "wie wenig hilfreich er ist". Seine Aussagen über das Waffenrecht nach den Attacken seien enttäuschend gewesen. Trumps Sprecherin Stephanie Grisham sagte, der Präsident wolle bei seinen Besuchen der Opfer gedenken, den betroffenen Gemeinden Trost spenden und den Einsatzkräften für ihre "heroische Taten" danken.

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