Sie sind hier:

Mindestens fünf Tote - Landesweite Kontrollen nach Feuer in Escape Room

Datum:

Escape Rooms liegen im Trend. Bei einem Brand im Gebäude eines Escape-Game-Anbieters in Polen sind fünf Mädchen ums Leben gekommen. Landesweit soll es nun Kontrollen geben.

Bei einer Geburtstagsparty in einem sogenannten Escape-Room sind fünf Mädchen offenbar an Rauchgas erstickt. Als in dem Gebäude Feuer ausbrach konnten sie sich nicht rechtzeitig befreien.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Nach der tödlichen Brand-Tragödie bei einem sogenannten Escape-Game in Polen steht nun die Ermittlung der Ursache im Fokus. Darüber hinaus sollen bereits am Samstag die Brandschutzmaßnahmen in allen Escape-Räumen in Polen überprüft werden, wie der polnische Innenminister Joachim Brudzinski ankündigte.

Im nordpolnischen Koszalin (Köslin) waren am späten Freitagnachmittag fünf 15-jährige Mädchen bei einem Feuer ums Leben gekommen, die vermutlich den Geburtstag eines der Teenager gefeiert hatten. Ein etwa 25-jähriger Mann wurde zudem mit schweren Verbrennungen ins Krankenhaus gebracht.

In einem "Escape Room" muss eine Gruppe unter Zeitdruck bestimmte Rätsel und Aufgaben lösen, um aus dem Raum "entkommen" zu können. Das Spiel erfreut sich in den letzten Jahren in vielen Ländern immer größerer Beliebtheit. Die Betreiber von "Escape Rooms" müssen in Polen bislang keine besonderen Genehmigungen der Feuerwehr einholen. 

Medienbericht: Explosion einer Gasflasche könnte Ursache sein

Die Behörden wollten am Freitag noch keine näheren Angaben zu dem Vorfall machen. Nach ersten Erkenntnissen der Feuerwehr brach der Brand in einem Nebenraum aus. Einer der Feuerwehrmänner vor Ort sagte der Zeitung "Gazeta Wyborcza", dass das Feuer schon in allen Räumen des Erdgeschosses gewütet habe, als die Feuerwehr angekommen sei. Das Feuer habe also allem Anschein nach den Opfern den Fluchtweg abgeschnitten. 

Ausgelöst wurde das Feuer nach Angaben der Zeitung wahrscheinlich durch die Explosion einer Gasflasche. Die Pressesprecherin der Koszaliner Polizei betonte jedoch, dass man noch nichts zu den Ursachen des Brandes sagen könne. 

Innenminister sagt Familien Hilfe zu

Polens Präsident Andrzej Duda drückte auf Twitter den Familien der Opfer sein Beileid aus: "Eine verheerende Tragödie in Koszalin. Fünf fröhliche Mädchen wurden aus dem Leben gerissen", schrieb er. Den Familien der Opfer sagte Innenminister Brudzinski von der Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) unbürokratische Hilfe zu.

Koszalin liegt rund 160 Kilometer westlich von Danzig (Gdansk) in der Woiwodschaft Westpommern. Der Bürgermeister der Stadt, Piotr Jedlinski, erklärte den Sonntag zu einem Trauertag.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Die Website verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot zu präsentieren. Nähere Informationen und die Möglichkeit, die Verwendung von Cookies einzuschränken finden Sie hier.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, können Sie jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigen Sie Ihr Ausweisdokument.

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.