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Wahl in Brandenburg - xxSPD kann Partner frei wählen --- AfD bei rund 12 Prozent

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Die SPD hat in Brandenburg die Wahl: Sie kann mit der Linken weiterregieren oder die CDU zum Regierungspartner wählen. Ein weiterer  Wahlgewinner ist die AfD: Die Partei trat zum ersten Mal an und konnte auf Anhieb 12,2 Prozent der  Stimmen erreichen.

Ein Ergebnis wie ein Paukenschlag: Die AfD trat bei dieser Wahl zum ersten Mal in Brandenburg an und kommt nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis auf Anhieb auf 12,2 Prozent. AfD-Chef Bernd Lucke zeigte sich im ZDF über den Erfolg seiner Partei mehr als zufrieden: "Wir leiten den Anspruch ab, dass wir eine Partei sind, die die politische Landschaft in Deutschland erneuern. Dass die Bürger sich abwenden von alten Parteien, die nicht mehr wissen, für welche Inhalte sie eigentlich stehen." Die AfD werde sich nun konstruktiven Gesprächen nicht verweigern, laufe aber auch niemandem hinterher.

SPD-Chef Sigmar Gabriel kündigte im ZDF an, sich mehr mit dem Programm der AfD auseinanderzusetzen: "Wir müssen einen inhaltliche Auseinandersetzung mit der AfD führen. Sie ist sehr europafeindlich. Das können sich vielleicht Professoren leisten. Wir müssen uns näher mit dem Programm der AfD auseinander setzten – ein Jobkiller.“

AfD ist "eine Defizitpartei"

Für den Parteienforscher Karl-Rudolf Korte kommt der Erfolg der AfD nicht überraschend: "Es gibt eine große Bewegung im Parteienwettbewerb. Offenbar ist mit der AfD einen Defizitpartei geboren. Da ist Bedarf und da wollen die Wähler offenbar eine neue Antwort. Man kann sagen, ein Drittel der AfD-Wähler sind Protest-Wähler."

Die FDP scheitert erneut an der Fünf-Prozent-Hürde. Parteichef Christian Lindner glaubt dennoch an ein politisches Überleben seiner Partei: "Die FDP wird gebraucht. Mir fehlt aber eine politische Kraft, die Vertrauen schafft. Wo ist eine Partei, die die Wohlstandschancen erkennt? Außer uns macht das keine."

Die Grünen schaffen den Einzug in den Landtag knapp. Die Spitzenkandidatin Ursula Nonnenmacher betonte im ZDF, dass der Wiedereinzug in den Landtag ein Erfolg sei: "Wir sind aber drin wir werden Akzente setzten. Das finde ich erst mal wichtig.“

SPD: "Wir konnten Vorsprung ausbauen"

Die SPD sieht sich mit 31,9 Prozent als Wahlsieger. Der seit einem Jahr amtierende Ministerpräsident Dietmar Woidke bestätigte im ZDF, dass er der CDU und der Linken schon Sondierungsgespräche angeboten habe: "Ich freue mich über die Bestätigung und vor allem über den großen Abstand, den wir in der Führung ausbauen konnten. Wir sollten jetzt erst mal abwarten, wie sich die Parteien aufstellen."

Auch auf Bundesebene ist die SPD mit dem Ergebnis in Brandenburg zufrieden. Generalsekretärin Yasmin Fahimi sieht "viel Licht: Es ist uns gelungen, dass wir die Politik in Brandenburg in eine gute Richtung leiten."

CDU überholt die Linke

Die Linke gehört zu den Verlierern: Sie kommt nur noch auf 18,6 Prozent und stürzt vom zweiten Platz auf den dritten ab, vor fünf Jahren waren es noch über 27 Prozent. Christian Görke, Spitzenkandidat der Linken, zeigte sich im ZDF etwas enttäuscht: "Wir haben das grundsätzliche Problem dass die Erfolge eher bei den Sozialdemokraten zu verorten sind. Jeder fünfte BB hat uns die Stimme gegeben und damit werden wir das Land mit gestalten.

Die CDU kann hingegen aufholen: Kam die Partei 2009 noch auf 19,8 Prozent, liegt sie jetzt bei 23 Prozent und kann damit die Linke überholen. Die CDU sieht sich als ein Sieger der Wahlen. CDU-Spitzenkandidat Michael Schierack betonte im ZDF, dass seine Partei als einzige der bisher im Landtag vertretenen Parteien zugelegt habe: "Ich möchte ernsthaft in Sondierungsgespräche gehen. Woidke soll mal genau auf die Zahlen schauen. Es ist klar, dass die Linken deutlich verloren haben."

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