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Landtagswahl in Thüringen - Das sagen die Spitzenkandidaten vor der Wahl

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Die Spitzenkandidaten der Parteien, die aktuell bei mindestens fünf Prozent stehen, haben sich - mit einer Ausnahme - im ZDF geäußert. Ein Überblick, bevor am Sonntag gewählt wird.

Wahlplakate in Thüringen
Wahlplakate in Thüringen

Linke-Spitzenkandidat Bodo Ramelow

Seit fünf Jahren regiert Bodo Ramelow als erster Ministerpräsident der Linken in Thüringen. Er kämpft für die Fortsetzung der rot-rot-grünen Koalition. "Das ist kein Experiment, das ist solide Regierungsarbeit", sagt Ramelow. Der Lehrermangel und damit einhergehende Unterrichtsausfälle beschäftigen viele Thüringer. "Für das kommende Jahr sind die Weichen gestellt: Alle, die in Rente gehen, werden ausgeglichen plus 300 netto obendrauf", so Ramelow.

"Es bedrückt mich, dass der rechte Terror in Deutschland nicht thematisiert wird."

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Außerdem möchte der Ministerpräsident die "Eisenbahnlinien als Herzstück" der regionalen Verbindung etablieren. Stadt und Region sollen so miteinander verbunden werden. Im Umgang mit Rechtsextremisten plädiert Ramelow dafür, nicht einfach zu sagen "das waren Einzeltäter". "Es bedrückt mich, dass der rechte Terror in Deutschland nicht thematisiert wird und zwar die strukturierte Form des rechten Terros, der weit über unsere Bundesländer hinaus in ganz Deutschland präsent ist", sagt Ramelow.

CDU-Spitzenkandidat Mike Mohring

Mike Mohring möchte Ministerpräsident Thüringens werden. "Wir wollen Links ablösen und nicht mit Links koalieren", sagt Mohring. Die CDU wolle das Land besser machen. Mohring fordert eine bessere Bildung, mehr Sicherheit, außerdem wolle er "Stadt und Land miteinander versöhnen". Das gehe nur mit neuen Partnern. Mit Blick auf die AfD geht es für den CDU-Spitzenkandidaten vor allem um "das große Wort Vertrauen". "Die Ränder sind nur dann stark, wenn die Mitte keine Antworten liefert auf die Fragen, die die Menschen wirklich bewegen", so Mohring.

"Wir wollen Links ablösen und nicht mit Links koalieren."

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Das zentrale Thema in Thüringen heißt Bildung. "Seit 2014 bis 2024 werden über ein Drittel der Lehrer in den Ruhestand gehen", schildert Mohring: "Und das muss man vorbereiten." Zudem schlägt die CDU eine 5.000 Euro "Heimkehr-Prämie" vor. Sie gilt für Thüringer, die in das Bundesland zurückkommen. Mohring sieht die Maßnahme als eine "Einladung nach Hause zu kommen".

AfD-Spitzenkandidat Björn Höcke

Für die AfD tritt der Vorsitzende des "Flügels" an.

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AfD-Spitzenkandidat Björn Höcke sagte dem ZDF-Morgenmagazin seine Teilnahme an den Gesprächen ab.

SPD-Spitzenkandidat Wolfgang Tiefensee

"Menschen sind unsicherer"

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Die SPD habe "tatsächlich noch Potential" sagt Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee angesichts der aktuellen Umfragewerte seiner Partei. Im ZDF-Politbarometer liegen die Sozialdemokraten bei neun Prozent. Das Ziel sei, die aktuelle Regierung unter Bodo Ramelow fortzuführen. "Es braucht ganz wenige Prozentpünktchen noch, insbesondere bei der SPD, und deshalb kämpfen wir", sagt Tiefensee.

Beim Thema Klimaschutz dürften nicht die "mit dem schmalen Portemonnaie" zur Kasse gebeten werden. "Natürlich muss der Klimawandel so eingeordnet werden, dass der Pendler noch mit seinem Auto fahren kann. Der Mieter, der die Heizung nicht umstellen kann, dass der nicht belastet wird", erklärt Tiefensee. Zudem stehe die SPD auch für innere Sicherheit. Neben der Polizei wolle man sich auch um den Katastrophenschutz und die Feuerwehr kümmern.

Grüne-Spitzenkandidatin Anja Siegesmund

"Alles, was umweltfreundliche Mobilitätspolitik unterstützt, steht bei uns ganz oben auf der Liste."

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Die amtierende Umweltministerin Anja Siegesmund sagt: Die "Klimakrise schlägt hier voll zu." Man müsse sich anschauen, wie es den Wäldern in Thüringen gehe, da brauche es eine engagierte Klimapolitik. "Und dafür stehen wir", erklärt Siegesmund. Auch die Grünen hoffen auf eine Fortsetzung von Rot-Rot-Grün. Entscheidend sei aber, dass die Grünen sich als "starke Stimme für den Klimaschutz und eine starke Demokratie" einsetzen wolle.

Zudem schlägt die Partei vor, dass in Thüringen von 5 Uhr bis Mitternacht in jedem Ort stündlich ein Bus fährt. "Wir wollen eine Mobilitätsgarantie", sagt Siegesmund. "Ich finde, eine Mobilitätsgarantie heißt zwei Euro pro Tag für Erwachsene, ein Euro für Schülerinnen und Schüler." Die sei eine Aufgabe von Politik. Dazu gehöre auch der Ausbau von Radwegen. Alles, was umweltfreundliche Mobilitätspolitik unterstützt, stehe bei den Grünen ganz oben auf der Liste.

FDP-Spitzenkandidat Thomas Kemmerich

"Wir wollen die selbstverantwortliche Schule."

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Das aktuelle ZDF-Politbarometer sieht die FDP bei fünf Prozent. Zwei Schwerpunkte seiner Partei sieht Kemmerich in der Wirtschafts- und Bildungspolitik. Der Vater von sechs Kindern sagt: "Schule findet in Thüringen zurzeit nicht statt." Die FDP fordert die "selbstverantwortliche Schule". "Ich glaube, vor Ort können die Schulgemeinschaften - die Lehrer, die Eltern - besser entscheiden, was wirklich nötig ist", erklärt Kemmerich.

Außerdem möchte die FDP in verschiedenen Politikbereichen auf die Digitalisierung setzen. Das Geld dafür sei da, sagt Kemmerich. Das aktuelle Problem seien viel eher komplizierte Genehmigungs- und Vergabeverfahren. Beim Thema Migration fordert der FDP-Spitzekandidat einen "starken Rechtsstaat". "Wir brauchen europäischen Grenzschutz, wir brauchen konsequente Abschiebung, damit die Leute das teilweise gestörte Rechtsgefühl wiedererlangen", sagt Kemmerich. Klimaschutz sieht Kemmerich als Aufgabe, "technisch voranzukommen".

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