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Verschärfte Auflagen - US-Flüge: Laptops bleiben erlaubt

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Die Aufregung um ein mögliches Laptop-Verbot auf US-Flügen war groß. Jetzt können Passagiere aufatmen: Laptops bleiben in der Kabine erlaubt, die Fluggesellschaften müssen dafür aber strengere Sicherheitsmaßnahmen umsetzen.

"Es gibt seit einer Weile Hinweise, dass Terrororganisationen den Flugverkehr angreifen wollen", sagt ZDF-Terrorismusexperte Elmar Theveßen. Nun habe es neue Erkenntnisse gegeben.

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Laptops und Tablets bleiben auf Flügen in die USA erlaubt, wenn die Fluggesellschaften schärfere Sicherheitsvorschriften des US-Ministeriums für Heimatschutz (DHS) umsetzen. Diese neue Regelung verkündete Heimatschutzminister John Kelly. Man erwarte von Fluggesellschaften und Flughäfen, die Sicherheitsmaßnahmen für Passagiere und elektronische Geräte deutlich hochzufahren, sagte ein Mitarbeiter des Ministeriums. Aus Sicherheitsgründen werde das DHS bei der Ankündigung der neuen Maßnahmen nicht ins Detail gehen.

Laptops sollen genauer gescannt werden

Das Heimatschutzministerium erwarte unter anderem erweiterte Scans aller elektronischen Geräte, die größer sind als ein Smartphone: also Laptops, Tablet-Computer, E-Book-Reader oder Kameras. Außerdem gehe es um eine genauere Überprüfung der Passagiere und um mehr Sprengstoff-Spürhunde. "Die neuen Maßnahmen werden sichtbar und unsichtbar sein", sagte der Mitarbeiter.

Hintergrund: US-Terrorexperten haben angeblich Erkenntnisse, wonach Terrororganisationen Sprengsätze in Laptops und anderen elektronischen Geräten verbergen können. Der "Guardian" hatte von einem Anschlagplan berichtet, nach dem eine Sprengladung in der Hülle eines funktionstüchtigen iPad-Tablets in die Kabine gebracht und an empfindlicher Stelle angebracht werden könne. Laut Experten ist Sprengstoff von einer eingebauten Computerbatterie schwer zu unterscheiden.

Bei Nichteinhaltung droht Landeverbot in den USA

Die USA hatten deshalb im März bereits viele Geräte im Handgepäck für direkte Verbindungen von zehn Flughäfen in Nordafrika, dem Nahen Osten und der Türkei verboten. Übernehmen diese Flughäfen nun die neuen Sicherheitsregeln, könne dieses Verbot aufgehoben werden, so das DHS.

Betroffen sind den Angaben zufolge weltweit 280 Flughäfen in 105 Ländern, 180 Airlines oder etwa 2.000 Flüge pro Tag. Wer sich nicht an die neuen Vorschriften hält, wird Amerika laut Heimatschutzministerium nicht anfliegen dürfen, auch nicht mit Laptops oder Tablets im Frachtraum. "Wir legen die Latte weltweit höher", sagte der DHS-Mitarbeiter. Einen Zeitrahmen für die Umsetzung nannte er nicht, die Fluggesellschaften sollten aber ausreichend Zeit für die neuen Maßnahmen erhalten.

Kabinenverbot hätte weitreichende Folgen

Ende Mai hatte es Verwirrung um ein mögliches Laptop-Verbot in der Kabine gegeben. Das US-Heimatschutzministerium hatte Berichten aus Brüssel widersprochen, wonach ein mögliches Verbot vom Tisch sei. Ein Kabinenverbot für sämtliche Elektrogeräte, die größer als ein Smartphone sind, hätte erhebliche Auswirkungen auf die Abläufe an den Flughäfen und in den Fliegern gehabt. Die Konsequenzen für Geschäftsreisende wurden als ebenso gravierend beschrieben wie mögliche wirtschaftliche Folgen für Fluggesellschaften und Flughäfen.

Am Mittwoch sagte der DHS-Mitarbeiter, man habe bis zuletzt ein generelles Laptop-Verbot erwogen. "Was wir nach einer Reihe von Gesprächen mit internationalen Vertretern jetzt tun, hat dasselbe Resultat, ohne aber Laptops generell zu verbieten."

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